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Dr. Anja Schemionek

Lachsöl

Gesund mit Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA

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Dr. Anja Schemionek: Lachsöl – Gesund mit Omega-3 Fettsauren, EPA und DHA

Dr. Anja Schemionek ist Diplom-Biologin und Wissenschaftsredakteurin. Sie arbeitet als freie Autorin, Dozentin und Lektorin vor allem im Themenkreis Gesundheit. Aus persönlicher Überzeugung widmet sie sich ganz besonders den ganzheitlichen und natürlichen Heilmethoden.

Inhalt

1 Der Lachs – schön, lecker und gesund

image Exkurs: Die Natur und der Lachs

image REZEPTE

Wer Lachs nicht mag hat Alternativen

image Exkurs: Was es mit den Omega-3-Fettsäuren auf sich hat

2 Lachsöl – Blut und Blutdruck profitieren

3 Lachsöl tut Herz und Gefäßen gut

Cholesterin – ein lebensnotwendiger Stoff mit Risikopotenzial

4 Das Immunsystem stabilisieren mit Omega-3-Fettsäuren

image Exkurs: Arachidonsäure, eine Omega-6-Fettsäure

Die Entzündungsneigung senken

image Exkurs: 15 Praxistipps gegen zu viele Entzündungsförderer

5 Mit Lachsöl die gesunde Haut unterstützen

6 Omega-3-Fettsäuren – für das Gehirn unerlässlich

image Exkurs: Die Arbeit der Nerven – zwei Beispiele

Lernen, Konzentration, Stress und psychisches Gleichgewicht

Nicht nur der Zappelphilipp bekommt Hilfe

Den Augen ein besonderes Plus

Omega-3-Fettsäuren – wichtig in Schwangerschaft und im Säuglingsalter

Glossar

Sachverzeichnis

Literatur- und Bildverzeichnis

Ein wichtiger Hinweis für unsere Leserinnen und Leser:

Bei der Erstellung dieses Buches haben der Verlag und die Autorin
intensiv recherchiert und darauf geachtet, dass die genutzten
Quellen aktuell und seriös waren. Da die Wissenschaft in ständiger
Weiterentwicklung ist, können die in diesem Buch dargestellten
Erkenntnisse natürlicherweise nur den Wissensstand zum
Recherchezeitpunkt abbilden.

Weiterhin sind alle Angaben im Buch als Informationen und
Anregungen zur Unterstützung der Gesundheit zu verstehen. Weder
die Autorin noch der Verlag können Angaben machen, die eine
Beratung oder Behandlung durch Ärzte oder Heilpraktiker ersetzen.
Wenn sich aus der praktischen Umsetzung der in diesem Buch vorgestellten Informationen etwaige Probleme oder Schäden ergeben,
können Verlag und Autorin keinerlei Haftung dafür übernehmen.
Jede Leserin und jeder Leser sollte in eigener Verantwortung
entscheiden, wie mit den Informationen dieser Publikation
umzugehen ist.

Nehmen Sie die Warnungen und Hinweise im Text ernst. Sprechen
Sie, insbesondere wenn Sie erkrankt sind, mit Ihren Therapeuten
über die Anwendung von Lachsöl und die hier dargestellten
wissenschaftlichen Erkenntnisse.

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Der Lachs – schön, lecker und gesund

Atlantischer Lachs (Salmo salar) – eine Delikatesse – ist ein in Nord- und Mitteleuropa sehr bekannter und erschwinglicher Speisefisch, der heute nicht mehr nur gefischt, sondern auch in großen Mengen gezüchtet wird. Und das ist gut, denn Lachs bringt der Gesundheit viele Vorteile. Auf den nächsten Seiten dieses Buches wird viel davon die Rede sein. Doch an dieser Stelle soll er erst einmal vorgestellt werden, der leckere Lachs:

In der Natur ist der Atlantische Lachs der einzige Vertreter der Lachse in europäischen Gewässern. Als Jungtier lebt er ein bis zwei Jahre in großen Flüssen und zählt daher zu den Süßwasserfischen. Wenn die Lachse älter werden, wandern sie jedoch flussabwärts ins Meer hinaus und leben dann im Salzwasser. Dies ist eine besondere biologische Leistung, denn der Stoffwechsel der Tiere muss sich bei diesem Wechsel von Süß- zu Salzwasser stark umstellen. Zu diesem Zeitpunkt sind die Lachse nur knapp zwanzig Zentimeter groß. Doch in den folgenden drei Jahren im Meer wachsen die Tiere sehr schnell zu einer Größe von einem bis zu anderthalb Metern heran. Dabei bleiben die Weibchen immer kleiner als die männlichen Tiere.

Lachse wandern im Meer sehr weit. Die Tiere, die aus nord- und mitteleuropäischen Gewässern kommen, ziehen meist in das kalte Nordmeer zwischen Norwegen, Island und Grönland. Aber auch auf der Westseite des Nordatlantiks ist es keine Seltenheit, dass Wissenschaftler Lachse entdecken, die ihre Jugendzeit nachweislich in europäischen Flüssen verbracht haben.

Um sich fortzupflanzen, wandern die erwachsenen Lachse dann den gesamten weiten Weg wieder zurück, denn sie laichen immer nur dort, wo sie selbst geschlüpft sind. Meist geschieht das in kleinen Zuläufen und -flüssen, die mit ihrem Wasser später die größeren Flüsse speisen. Das heißt im Klartext, dass die Lachse, um zu ihren Laichgründen zu kommen, zuerst Tausende von Kilometern im Meer zu ihrer heimischen Küste zurückschwimmen müssen. Als Nächstes vollbringen sie wieder die Stoffwechselumstellung vom Salzwasser zurück ins Süßwasser, um dann viele weitere Flusskilometer stromaufwärts zu schwimmen. Sie überspringen kräftezehrende Wasserfälle, kämpfen gegen reißende Fluten und finden durch ihre erstaunliche Geruchsleistung die richtigen Flussmündungen, an denen sie „abbiegen“ müssen, um schließlich ihren „Geburtsort“ in den sanft strömenden Flüsschen zu erreichen. Dort erschöpft angekommen setzen die Lachsweibchen bald ihren Laich einfach auf dem Kiesboden der Gewässer ab. Die Männchen geben ihre „Milch“, also das Sperma, dazu. Schon aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass die Strömung im Laichgewässer nicht zu stark ist, damit die Eier auf diese Weise überhaupt befruchtet werden können. Und es gibt noch einen weiteren Grund: Die Eier sollen im Kies liegen bleiben und sich dort in aller Ruhe entwickeln können. Und das kann, je nach Temperatur des Wassers, drei bis sechs Monate dauern.

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Ein Gelege vom Lachs enthält etwa 1.500 Eier. Eine enorme Zahl, so sollte man meinen. Doch der Lachs hat in seinen frühen Entwicklungsstadien sehr viele Feinde. Fachleute errechneten, dass von den vielen Eiern eines Geleges nur drei Tiere als erwachsene Lachse später das Meer erleben werden.

Die erwachsenen Lachse sind nach ihrer langen und anstrengenden Reise meist so erschöpft, dass sie nach dem Laichen sterben. Nur wenige schaffen den Weg zurück ins Meer, um dort wieder Kraft zu tanken und sich im nächsten Jahr erneut zu den Laichgründen aufzumachen.

Aufgrund dieser Lebensweise kann man Lachse also sowohl in großen und kleinen Flüssen finden als auch in der Nord- und Ostsee, im europäischen Nordmeer und im großen Rest des Atlantiks, dem der Lachs ja seinen Namen verdankt.

Exkurs

Die Natur und der Lachs

Kommen in einem Gewässer Lachse vor, so ist das ein deutliches Zeichen für frisches, gesundes, reines Wasser und eine intakte Natur, denn der Lachs kann nur in kalten, sauerstoffreichen und offenen Fließgewässern leben. Verschmutztes und warmes Wasser meidet er, denn das könnte ihn sein Leben kosten. Fachleute sagen dazu, der Lachs ist ein empfindlicher „Bioindikator“ für sauberes, gesundes Wasser. Daher hatte der Lachs es in der zweiten Hälfte des letzen Jahrhunderts sehr schwer in deutschen und europäischen Flüssen. Die dort angesiedelte Industrie wuchs und benutzte die Gewässer zunehmend als Kühlmittel und zur