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Stefania Rossini

Fünf Leute,
fünf Euro,
ein Tag

Einfach glücklich leben!

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Titel der italienischen Originalausgabe:
VIVERE IN 5 CON 5 EURO AL GIORNO
Copyright: © Edizioni L’Età dell’ Acquaio 2012
Dieses Werk wurde vermittelt durch die
Christina Vikoler Literary Agency, München

Stefania Rossini:
Fünf Leute, fünf Euro, ein Tag
© Lüchow in J.Kamphausen Verlag & Distribution GmbH
Bielefeld 2013
Projektmanagement: Marianne Nentwig
info@j-kamphausen.de
Übersetzung: Christina Vikoler
Lektorat: Dana Haralambie
Umschlaggestaltung: Sabine Schiche . ad department
Layout und Satz: Sabine Schiche . ad department
Cover-Abbildung: © shutterstock . wet nose

www.weltinnenraum.de

1. Auflage – 2013

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese
Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie;
detaillierte bibliografische Daten sind im Internet
über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Print ISBN 978-3-89901-725-0
e-book ISBN 978-3-89901-773-1

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.weltinnenraum.de.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen und
sonstige Kommunikationsmittel, fotomechanische oder vertonte Wiedergabe
sowie des auszugsweisen Nachdrucks vorbehalten.

Stefania Rossini

Fünf Leute,
fünf Euro,
ein Tag

Einfach glücklich leben!

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Die in diesem Buch veröffentlichten Inhalte, Anleitungen und Rezepte wurden von der Autorin zusammengestellt und geben ihre Meinung wieder.

Eine Garantie für die Inhalte kann jedoch weder von der Verfasserin noch vom Verlag übernommen werden. Des Weiteren wird eine Haftung von Seiten des Verlags sowie der Verfasserin ausgeschlossen für irgendwelche Sach-, Personen- und Vermögensschaden, die sich bei der Anwendung der Informationen in diesem Buch ergeben sollten.

Jede Leserin und jeder Leser sollte mit seiner Gesundheit und den Informationen in diesem Buch verantwortungsbewusst umgehen und bei Beschwerden und Krankheiten rechtzeitig ärztlichen oder therapeutischen Rat einholen.

Inhalt

Warum gibt es dieses Buch?

Eigenproduktionen statt Einkaufsbummel?

Eine kleine Autobiografie

Verringerung von zwanghaftem Wachstum: Warum Wachstumsrücknahme beglückt

Praxisteil

Schönes, Nützliches und Gesundes aus deiner eigenen Herstellung

1.  Reinigungsmittel aus natürlichen Produkten

2.  Kosmetik selbst gemacht

3.  Kleider anfertigen und wiederverwenden

4.  Rezepte und Küchentricks

5.  Tauschhandel

6.  Der urbane Gemüsegarten

7.  Von allem etwas

8.  Einfache Kinderspiele

9.  Und wenn du doch einmal einkaufen musst

10.  Häkeln

11.  Sparen, wo Sparen nicht einfach ist

Schlusswort

Warum gibt es dieses Buch?

Dieser praktische Ratgeber wurde vor allem für jene Menschen geschrieben, die auf ihren Geldbeutel achten müssen, denen ihre Gesundheit und ein gesunder Zustand unseres Planeten am Herzen liegt, die sich nicht mit Worten, sondern nur mit Taten zufrieden geben, die ihr Leben bewusst verändern wollen: vom hochkomplexen Lebensstil hin zu einem immer einfacheren Alltag.

Ich möchte mir in keiner Weise anmaßen, dass meine Anregungen die Antwort auf die Probleme aller sind. Mein Buch ist ganz einfach die Sammlung von Ratschlägen einer Hausfrau, die diese tagtäglich umsetzt. Nichts mehr und nichts weniger. Dieses Werk kann jene Menschen anregen, die Augen haben, um zu sehen, Ohren, um zu hören, Hände, die sie gebrauchen wollen, einen Kopf, der denken kann, und ein Herz, das fühlt.

Es ist mir wichtig, hier zu betonen, dass die fünf Euro die Kosten für Lebensmittel, Kleidung, Reinigungsmittel für Mensch und Haus, Schulmaterial und andere kleine Ausgaben abdecken. Das Darlehen fürs Haus, das Auto (samt Benzin und Versicherung) sowie andere außerordentliche Ausgaben sind nicht in diesem Budget enthalten. Ich denke, dass dieser Betrag ein realistisches Ziel ist. Und ich hätte im Vorfeld niemals gedacht, dass meine Familie das erreichen könnte. Schritt für Schritt und oftmals auf ganz spontane Weise haben wir uns – immer glücklich! – diesen Lebensstil angeeignet und erlebt, dass uns damit absolut gar nichts fehlt. Dieses Buch soll Inspiration und Anregung sein für jene, die nicht glauben können, dass man auf sehr bescheidene Art und Weise gut und glücklich leben kann. In diesem Buch möchte ich ganz offen von meiner Lebensreise berichten, die mich bis hierher gebracht hat. Vor allem aber sollten diese Seiten Beweis sein dafür, dass man mit einfachen Kunstgriffen aus etwas Vorhandenem mehr machen kann.

Sicher, wer Vollzeit außer Haus arbeitet und abends müde nach Hause kommt, hat nicht immer Lust und Energie, um sich mit allerlei häuslichen Angelegenheiten zu beschäftigen. Ich denke allerdings, dass man mit ein wenig Übung und der nötigen Organisation sehr große Schritte machen kann.

Zum Beispiel könntest du, liebe Leserin, lieber Leser, einmal in der Woche Pizza zubereiten, sie in Stücke schneiden und dann einfrieren. Ein Reinigungsmittel wie Lauge musst du nur einmal pro Jahr herstellen. Eine Creme stellst du je nach Bedarf und Verbrauch her, füllst sie in einen oder mehrere Tiegel und bewahrst diese dann im Kühlschrank auf (wo sich die Creme bis zu drei Monate lang hält).

Zu guter Letzt soll dieses Buch eine Ermutigung zum Machen anstatt zum Kaufen sein. Ich möchte hier sehr viele Themen ansprechen, aber es ist leider nicht möglich, in vollem Umfang auf sie alle einzugehen. Sei deswegen nicht enttäuscht, wenn du etwas nicht findest, nimm es als Ermunterung, selbst weiter auszuprobieren, was noch geht!

Eigenproduktionen statt Einkaufsbummel?

Wir leben in einer Welt, in der wir es gewohnt sind, alles zu kaufen. Wir kennen die Freude und den Anreiz nicht mehr, etwas selbst herzustellen, da wir zu sehr damit beschäftigt sind, zu konsumieren, anstatt etwas zu produzieren. Warum sollten wir besser etwas machen, anstatt es zu kaufen?

Ich erwähne hier nur einige wenige Gründe und überlasse dir, liebe Leserin, lieber Leser, die Freude, weitere zu finden. Denn es gibt viele Antworten auf diese Frage, glaub mir!

image Um weniger Verpackungsmüll zu haben.

image Um mehr Einfluss auf die Rohstoffe zu haben.

image Weil selbst angebaute Nahrungsmittel deutlich weniger kosten als die bereits verarbeiteten Produkte. Dadurch spart man Kosten und kann das Geld in Qualität investieren.

image Wenn man die eigenen Bedürfnisse kennt und sie organisiert, ist man freier.

image Weil wir vermeiden sollten, Konservierungsstoffe und chemische Substanzen, die schädlich sind für den Organismus und die Umwelt, zu essen oder auf unseren Körper aufzutragen. Die Erde ist ein Ort für alle, auch für die zukünftigen Generationen: Wir haben kein Recht, sie zu verunstalten für etwas, das wir heute „Wohlstand“ nennen.

image Weil es einfach ist, im Handel erhältliche Produkte durch natürliche Erzeugnisse zu ersetzen, ohne dass man Rohstoffe, die merkwürdige Namen haben und wer weiß wo wachsen, lange suchen muss.

image Weil man mit wenigen Handgriffen wirklich große Dinge erreichen kann.

image Weil das Machen überhaupt nicht so kompliziert ist, wie man denkt.

image Weil man sich dank Gefriertruhe die Zeit gut einteilen kann.

image Weil Reinigungsmittel oder Cremes entweder einmal oder wenige Male im Jahr hergestellt werden können und man sich für den Rest der Zeit nicht um sie kümmern muss.

image Weil in erster Linie unsere eigene Gesundheit und die unserer Familie davon profitiert.

image Weil man mit dem Geld, das man durch einen einfachen Lebensstil spart, viele kleine und große Träume verwirklichen kann.

image Weil die Herstellung eines Guts – ob nun alleine oder zusammen mit Freunden und Kindern – sehr unterhaltsam und lehrreich ist. Der Austausch von Ideen und Ratschlägen ist immer sehr bereichernd.

image Weil die Befriedigung, etwas mit den eigenen Händen geschaffen zu haben, unglaublich groß und mit nichts zu vergleichen ist.

Überzeuge dich selbst davon!

Eine kleine Autobiografie

Sei selbst die Veränderung,
die du in der Welt sehen willst
.

Mahatma Gandhi

Ich wurde – viel zu früh – an einem kalten Tag Ende Januar geboren. Schon damals begleiteten mich meine Dickköpfigkeit und Ausdauer: Diese erste schwierige Konfrontation mit dem Leben hat mich geformt und darauf vorbereitet, die Hürden, die ich während meiner späteren Existenz zu nehmen hatte, gut zu überwinden.

Mehr als 30 Jahre nach diesem Tag im Jahr 1975 blätterte ich in einer Zeitschrift, die über natürliche Ernährung, Umwelt, Ökologie des Geistes und kritischen Konsum berichtete. Es war wie eine Erleuchtung für mich: Auf diesen Seiten fand ich die Antwort, die ich seit Langem gesucht hatte. Ich verstand, dass ich nicht ganz so verrückt war, wie ich dachte. Ich las, studierte, experimentierte und vertiefte mich in die Materie, und dann suchte ich einen Ort, an dem ich das verwirklichen konnte, was ich mir vorstellte.

Auch wenn 90 Prozent des Inhalts dieses Buchs auf wenigen Quadratmetern umgesetzt werden könnten, benötigte meine Familie für den Anbau von Obst und Gemüse in ausreichenden Mengen, um damit fünf Personen zu ernähren und als Tauschmittel zu dienen, eine etwas größere Fläche. So haben sich mein Mann und ich auf die Suche gemacht und schon nach kurzer Zeit das Passende für uns gefunden: den Teil eines alten Bauernhofs, der einmal der Seitentrakt eines Klosters gewesen war, zusammen mit einem anliegenden bebaubaren Grundstück für den privaten Zweck. Gleichzeitig habe ich neben diesem Schritt jedoch verstanden, dass wir viele Dinge, die wir benötigen, zu Hause umsetzen können, ohne großen Raumbedarf, ohne komplizierte Instrumentarien oder komplexe Zutaten. Und so begann alles, mit dem Computer in der Hand und mit großer Lust, etwas zu tun … Aber mit wenig Erfahrung auf dem Gebiet der neuen Technologien.

Ich begann, im Internet zu surfen und nach Informationen, Ratschlägen und Ideen zu suchen, und ich habe dadurch eines grundlegend verstanden: Ich brauche keinen besonderen Studienabschluss, um das herzustellen, was wir tagtäglich benötigen. Die meisten unserer Vorfahren haben keine Universität besucht und keinen Master abgeschlossen. Dennoch waren sie in der Lage, große Dinge zu vollbringen.

An mich zu glauben, mich nicht gleich nach dem ersten Scheitern entmutigen zu lassen und Schwierigkeiten zu meistern: Das waren die wichtigsten Dinge. Als ich dann eines Tages durchs Netz surfte, machte ich eine wichtige Entdeckung: Zerorelativo (www.zerorelativo.it), die erste italienische Tauschbörse. Dem Tauschhandel werde ich an späterer Stelle ein eigenes Kapitel widmen. Und so kam eines nach dem anderen und ich hatte das Bedürfnis, meinen eigenen kleinen Raum zu schaffen, um anderen Menschen auf lustige Art und Weise meinen Alltag zu schildern. Mit meinem eigenen Blog http://natural-mente-stefy.blogspot.com war ich in der Welt des Internets gelandet. Ich stelle dort mein Wissen zur Verfügung, berichte über meine Erfahrungen und tausche mich mit Menschen aus, die mich ihrerseits an ihrem Leben, an ihren Ideen und Anregungen teilhaben lassen. Ich war sehr überrascht, dass das Interesse an meinem Blog nahezu von Beginn an ungemein groß war. Dadurch wurden verschiedene Fernsehsender auf mich aufmerksam und ich wurde in kürzester Zeit einem großen Publikum bekannt. Ich bin nicht eitel: Mir war bewusst, dass ich nichts Wichtiges erfunden hatte. Die Auftritte in den Medien hatten den alleinigen Zweck, meine Lebensart zu verbreiten, sie mit anderen Menschen zu teilen und jenen zu helfen, die meine Botschaft aufnehmen und umsetzen wollten.

Als Folge dieser Popularität erhielt ich eines Tages eine E-Mail von einem Verleger, der mir vorschlug, ein Buch zu diesem Thema zu schreiben. Dazu muss ich sagen, dass es schon als Kind – noch bevor ich das Alphabet beherrschte – mein geheimster Wunsch gewesen war, ein eigenes Buch zu schreiben, ein Werk, das ich mit anderen teilen konnte und das für die Menschheit verfasst war.

Im ersten Moment konnte ich es nicht glauben! Meinte er wirklich mich? Mich, die ich nicht gut schreiben konnte, die keinen Universitätsabschluss, keine besonderen literarischen Fähigkeiten hat und ohne kulturelle Bildung ist? Ja, er meinte genau mich! Ich konnte nicht anders, als den Vorschlag anzunehmen, und war überglücklich darüber, die „Auserwählte“ zu sein.

Ich hatte den Schlüssel zu dem Schatzkästchen, in dem ich meine Wünsche gesammelt hatte, bereits weggeworfen, da mir bewusst war, dass ich keine großen Möglichkeiten haben würde, sie umzusetzen. Aber immer, wenn du es am wenigsten erwartest, hat das Leben eine Überraschung für dich parat. Sei dir deiner eigenen Grenzen (die Herausforderungen sind, die man meistern sollte) bewusst, aber gib die Hoffnung niemals auf!

»Eine Krise ist der größte Segen, der einer Person oder einem