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Jumana Mattukat

Mami, ist das vegan?

Ein Erfahrungsbericht

Umschlag: Kathrin Steigerwald

© jkamphausen in J. Kamphausen Verlag & Distribution GmbH, Bielefeld 2013

ISBN Print: 978-3-89901-718-2

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen

Inhalt

Vorwort von Ruediger Dahlke

Der Erfahrungsbericht

Danke

33 Lieblingsrezepte

Anhang

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Für meine Mutter, die mich genährt hat –
mit allem, was ich brauche!

Vorwort

Es war eine überraschende und ebenso neue wie schöne Erfahrung, kurz vor dem Interview über ‘Peace-Food’ zu erfahren, die Moderatorin lebe selbst vegan. So erträume ich mir die nähere Zukunft, um dann in der ferneren zu diesem Thema gar nicht mehr interviewt zu werden, weil es längst selbstverständlich ist, dass die verantwortungsvolle Mehrheit der Menschen vegan lebt. So selbstverständlich wie es für mich seit 40 Jahren ist, Tiere als meine Freunde nicht zu essen, und seit drei Jahren, vollwertig pflanzlich zu leben.

Das Manuskript von Frau Mattukat habe ich gern und manchmal sogar amüsiert gelesen als Bericht über den Kampf einer engagierten Mutter mit ihren Ängsten um die eigenen Kinder und die fremden Tiere, die ihr aber doch nahestehen und deren Schicksal ihr nahegeht. Als nicht kochender Partner erfahre ich staunend, was für Hänge- und Würgepartien sich in einer Familie ergeben, wenn „er“ „ihr“ nicht ins vegane Paradies folgt. Weil Jumana Mattukat keine Schmerzen mehr verantworten will, löst sie dann – das Polaritätsgesetz lässt grüßen – doch etliche in der eigenen Familie aus. So merke ich lesend erst, wie angenehm leicht alles wird, wenn der Partner am selben Strang zieht und an diesem kein Tier mehr hängt. Dafür dankte ich meiner Partnerin Rita, die schon vor mir auf ‘Peace-Food’ umschwenkte, bisher viel zu wenig. Die Autorin erleben wir vor allem zuerst als Mutter von Emilia und Richard, ihren beiden Kindern, die gut zu versorgen ihr Herzensanliegen ist. Aber dieses mütterliche Gefühl reicht bei ihr weit und eben bis zu Tiermüttern und ihren Babys, den Jungen. Das Bild einer Muttersau, die vergeblich versucht, mit ihrem Fuß durch das Gitter zu dringen, um ihren leidenden und zum Teil sterbenden Ferkeln nahe zu kommen, wird so deutlich vor dem Auge des Lesers, dass er die Seelenqualen der Autorin geradezu mitfühlen kann. Die Muttersau darf und kann nicht zu ihren Jungen, sie ist gefesselt und ein gewisser Ausfall von Ferkeln ist eingeplant – in einem System, das, zutiefst unmenschlich und keinesfalls tiergerecht, zum Himmel schreit vor herzloser Unfairness und brutaler Ausbeutung. Hier vergehen sich Stärkere ganz bewusst an Schwächeren. Nur bedenken die Stärkeren nicht, dass sie sich all die Qual, das Leid und Elend der Schwächeren mit einverleiben.

Das macht ‘Peace-Food’ deutlich, und das fühlt die Autorin unbewusst und will es ihren Kindern und allen Müttern und Kindern ersparen – menschlichen wie tierlichen. Was für eine überzeugende Art, mit veganer Ernährung all dieses Leid und Elend wenigstens für sich persönlich zu beenden! Mitgefühl mit allen fühlenden Wesen, eine Grundforderung des Buddhismus, wird hier auf anschauliche Art beim Einkaufen, in der Küche und am Familien-Esstisch deutlich – denn zu all dem sind wir Leser hier eingeladen.

An unserem Umgang mit Tieren zeigt sich unsere Menschlichkeit. In diesem Sinne handelt es sich hier um ein sehr menschliches Buch, in dem sich Jumana Mattukat keineswegs über andere Esser stellt, sondern uns im Gegenteil spüren lässt, wie sehr sie ihren Mann liebt, der anders is(s)t. Sie lässt uns teilhaben an ihren äußeren Kämpfen, die sich aus ihrem inneren Kampf mit sich selbst ergeben. So dürfen wir sie in der Zeit ihrer inneren und äußeren Umstellung begleiten und auch mitreisen, wenn die Familie nach Spanien aufbricht oder mit dem Fahrrad durch ihre norddeutsche Heimat radelt.

Schritt für Schritt macht das Buch die Gratwanderung von der gefühlten Außenseiterin mit Essensanomalie zur überzeugten selbstbewusst vegan kochenden Mutter nachvollziehbar. Erfrischend direkt, aber niemals von oben herab, zeigt sie uns immer ihr eigenes Im-Fluss-Sein, ihr vorsichtiges Sich-Annähern und lässt die Fehler, die dabei passieren, keineswegs unerwähnt. Es ist eine Aufgabe, vegan und gut kochen zu lernen, und sie nimmt sie ernst wie auch das Anliegen, ihren Kindern nicht nur gesundes, sondern auch schmackhaftes Essen zu servieren, das sie zum Strahlen bringt. Schön, mitzuerleben, wie diese Umstellung ihr Leben und auch das ihrer Familie weit über die Ernährung hinaus bereichert.

Jumana Mattukat wird bei ihrem sich langsam anbahnenden Outing als Veganerin exemplarisch klar, wie viel mehr als reine Ernährung Essen für sie ist. Und wir merken lesend: Es geht uns allen so, und genau daher kommen auch all unsere Gewichts- und Figurprobleme. Essen hat heute viel mehr mit Versorgtsein, Gemocht- und Geliebtwerden zu tun, und das erfährt die Autorin in vielen alltäglichen Situationen. Sie erlebt aber auch, sobald sie zu sich steht, wie alles so viel leichter geht. Die ständige „Extrawurst-Braterei“, die ja nicht nur der Umwelt, sondern auch uns „Extrawurst-Bratern“ so auf die Nerven gehen kann, lässt sich ab dem Moment ungleich leichter ertragen, wo der Entschluss im Innern felsenfest ist – oder um es mit den Worten der Autorin zu sagen: wenn man so fest (zu sich) steht, dass man auch bei stärkstem Rütteln nicht umfallen kann. Denn das ist eine Erfahrung, die alle ‘Peace-Food’-Anhänger gemacht haben und die vielen noch bevorsteht: Wer auf Würste verzichtet, ist plötzlich auf „Extra-Würste“ angewiesen.

Tatsächlich wird die Umwelt anfangs an einem rütteln und versuchen, einen ins alte Fahrwasser zurückzuziehen, schon damit sie sich selbst keine weiteren Gedanken über ihr eigenes Essverhalten machen muss. Menschen sind konservativ, gleichgültig, was sie politisch wählen, und wollen, dass alles beim Alten bleibt und sich möglichst nichts ändert – selbst wenn das Alte schlecht und sogar lebensfeindlich ist. „Lieber bekanntes Elend als eine neue Chance“, lautet die unausgesprochene traurige Devise so vieler. Kaum geht man auf eine große Reise in die äußere oder innere Welt, wünschen einem die angeblich lieben Zuhausebleibenden: „Hoffentlich geschieht nichts.“ Wenn ich rückfrage, warum sie mir so einen schrecklichen Wunsch, ja solch eine Verwünschung mit auf den Weg geben, sind sie betroffen und ohne Antwort.

Wer sich auf den veganen Weg macht, löst bei seinen Mitmenschen mit großer Sicherheit deren Schatten aus, denn heute wissen alle um das Elend von Tier-Zucht-Häusern und Großschlachthöfen. Aber die meisten wollen nicht daran erinnert werden und ziehen so die Aussteigewilligen lieber zurück in den eigenen Sumpf der Unbewusstheit, als sich mit dem Thema zu konfrontieren. An dieser Front wächst die Autorin, und ihre Leser(innen) wachsen mit ihr.

Dr. med. Ruediger Dahlke

Der Ausgangspunkt = der Tiefpunkt

Tja, da sitze ich nun also wieder mal vor meinem Einkaufszettel fürs Wochenende und weiß nicht so recht, was ich draufschreiben soll.

Margarine, Sojamilch und „Mepfel“, den Meerrettich-Apfel-Aufstrich, für mich, Ziegen-Gouda für meine Tochter und Hackfleisch für meinen Sohn und meinen Mann.

Der Einkaufszettel zeigt, wo wir kulinarisch als Familie stehen: Veganerin, Vegetarierin und zwei gelegentliche Fleischesser, so kann man uns vier zusammenfassen.

Seit einem Jahr ernähre ich mich nun vegetarisch, meine Tochter Emilia (8) folgte nach einigen Wochen und machte sehr tapfer nur selten eine Ausnahme – bei ihren heiß geliebten Frikadellen oder Scampi. Seit sechs Wochen nun esse ich komplett tierfrei und habe unser Familienleben damit vor eine große Herausforderung gestellt.

Die verfahrene Situation lässt sich am besten anhand unseres letzten Einkaufs im Biosupermarkt erklären. Völlig voneinander losgelöst kauften mein Mann und ich für völlig unterschiedliche Gerichte ein. Während ich meine Sachen zusammensuchte, um Hummus, Guacamole und ein Reisgericht zubereiten zu können, kaufte er ein, um für sich und die Kinder zu kochen. Die Kinder liefen dabei von einem zum anderen und fühlten sich wahrscheinlich ziemlich orientierungslos – genau wie ihre Eltern. Das Ende vom Lied: Für die geplante Pizza hatten wir sowohl die Tomatensauce als auch den Mozzarella vergessen – vor allem aber sind wir mit einem äußerst beklemmenden Gefühl nach Hause gefahren. Der Einkauf hatte so wenig Gemeinsames, wie unser Essen es derzeit auch hat. Da sitzen wir mit zwei bis drei unterschiedlichen Gerichten an einem Tisch und bekommen von unseren Kindern den Spiegel vorgehalten. Die haben nämlich gar keine Lust mehr, noch irgendetwas am Familientisch einzunehmen, und wenn, dann sprechen sie nur von geschlachteten Tieren. Das Ganze ist in etwa so genussvoll und harmonisch wie ein Besuch beim Zahnarzt. Dazu der enttäuschte Blick meines Gatten und sein niederschmetternder Satz: „Ich bin sehr traurig, denn in diesem Punkt kann ich dir leider nicht folgen.“ Der Tiefpunkt. Und das, obwohl uns das kulinarische Erleben doch so wichtig ist.

Seit wir ein Paar sind, haben wir das gemeinsame Essen zelebriert. Vom nächtlichen Döner beim Feiern in der Düsseldorfer Altstadt über den Heiratsantrag in einem Münchner Edelrestaurant bis hin zum Biohaushalt haben wir uns in den letzten zwölf Jahren entwickelt – gemeinsam. Selbst mein Schritt zum vegetarischen Essen war im Nachhinein betrachtet ein Klacks. Auch wenn Stephan ab und an Fleisch und Fisch isst, sind wir den vegetarischen Schritt doch gefühlt zusammen gegangen. Und nun? Trennung am Esstisch? Nie wieder ein gemeinsamer Käseabend mit gutem Wein und schönen Gesprächen?

Und wie soll das Essen als Familie in Zukunft aussehen? Auch mit den Kindern haben wir immer schon viel Wert aufs gute Einkaufen, auf gemeinsames Zubereiten und auf den gemeinsamen Genuss gelegt. Das, was jetzt am Familientisch der Mattukats passiert, hat nicht mehr viel damit zu tun.

Ich beschließe, dass es so nicht weitergehen kann. Gespräche über geschlachtete Tiere gehören in jedem Fall NICHT an den Familienesstisch. Egal, ob man Vegetarier, Veganer oder Fleischesser ist. Und auf Kosten unserer Ehe soll meine neue Ernährungsform auch nicht gehen. So viel ist klar. Andererseits ist es nun mal meine moralische Überzeugung. Ich will nicht weiterhin unterstützen, dass Tiere nicht wie Lebewesen, sondern wie Produkte behandelt werden, dass sie vor der Schlachtung auf grausame Art und Weise gefoltert werden, dass sie überhaupt getötet werden, dass männliche Küken vergast oder geschreddert werden, dass wir Kühen ein Kälbchen nach dem anderen wegnehmen, um selbst in den Genuss von Milch, Joghurt oder Käse zu kommen. Außerdem möchte ich von meinen Kindern später nicht gefragt werden: „Mami, du wusstest, wie sehr Tiere gequält werden; du wusstest, dass die Tierhaltung verheerende Folgen für den Klimawandel hat; du wusstest, dass tierische Ernährung schlecht für unsere Gesundheit ist – warum hast du trotzdem nicht versucht, uns vegan zu ernähren?“

Ein echtes Dilemma. Wie geht es jetzt weiter?

Ich weiß es noch nicht, aber ich möchte Sie, werte Leserin und werter Leser, mitnehmen auf meine Reise. Auch wenn mir die Aufgabe, meine Kinder komplett tierfrei zu ernähren, zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwierig erscheint, will ich es dennoch in jedem Fall versuchen. Ob wir am Ende des Prozesses alle vier Veganer sind, ob wir noch gemeinsam essen, wie wir kochen und wie wir mit unserem Umfeld umgehen, ist zu diesem Zeitpunkt offen. In jedem Fall will ich diesen Prozess aufschreiben, denn ich bin sicher, dass die vegane Ernährung die Ernährungsform der Zukunft ist und dass somit viele Familien einen ähnlichen Prozess durchleben werden.

Nun könnte man denken: „Meine Güte, dann essen die halt unterschiedlich, da muss man ja nicht gleich ein Buch drüber schreiben“, aber es steckt eben doch mehr dahinter. Eben weil Essen mehr ist als reine Nahrungsaufnahme. Gemeinsam zu essen ist wichtig für Familien, es bringt sie zusammen an einen Tisch. Oft ist das der Ort, an dem gelacht, gesungen, gescherzt und geweint wird. Hier lebt die Familie, hier streitet die Familie, hier zeigen sich die Konflikte in ihrer reinsten Form. Wir sind jetzt gerade das beste Beispiel dafür: Einer im System verändert sich – und das ganze System ist zwangsläuftig betroffen.

Meine kulinarische Herkunft

Ich habe schon angedeutet, was mein größter Antrieb ist: mein Mitleid mit den Tieren. Wie wahrscheinlich fast jedes Kind hatte auch ich als kleines Mädchen ein großes Herz für Tiere. Vor allem an eine Episode in meiner Kindheit kann ich mich noch gut erinnern. Eine kurze Zeit lang hielten wir Schafe und Ziegen auf unserem Grundstück. Als es einmal fürchterlich regnete, ging ich als Zehnjährige mit einer Menge Handtücher zum Unterstand der Tiere, um sie abzutrocknen, weil sie mir so leidtaten. Damals wusste ich noch nicht, dass Regen zu ihrer geringsten Sorge gehört.

Dass wir die Tiere hielten, um sie später auf unserem Teller wiederzufinden, wurde mir leider verschwiegen. Fleisch zu essen gehörte bei uns genau so dazu wie die Liebe zu unserem Haustier. Ich fing zwar Streit mit Jungs an, die Ameisen unter der Lupe im Sonnenschein verbrutzeln ließen, aß aber gleichzeitig gerne das „Lammkotelett à la Mama“. Aus kulinarischer Sicht könnte man meine Kindheit also als ganz normal sozialisiert bezeichnen. Nicht typisch deutsch zwar, sondern mit französischem Einschlag wegen der geographischen Nähe meines Heimatortes zu Frankreich, mit libanesischem Einschlag wegen der Herkunft meines Vaters und mit besonders viel Genuss und Freude am Bewirten von Gästen, aber ansonsten eben wohl ganz normal.

Dass kein Tier für mein Essen getötet werden soll und ich moralisch keinen Unterschied mehr zwischen Katzen und Kühen mache, entschied ich erst spät, im März 2011. Dass dazu allerdings mehr gehört, als kein Fleisch oder keinen Fisch mehr zu essen, wurde mir klar, als ich mich mehr und mehr mit diesem Thema auseinandersetzte.

Von der Vegetarierin zur Veganerin

– und was meine Freundin Mariana damit zu tun hat

Meine liebe Freundin Mariana – sie redet nicht viel über die guten Sachen, sie macht sie einfach. So auch beim Essen. Etwa zeitgleich mit meinem Schritt zur Vegetarierin hat sie ihre Ernährung auf vegan umgestellt. Was so toll an ihr ist: Als ich ihr gesagt habe, dass Fische mir nicht so leidtun und ich sie weiter esse, hat sie mich nicht verurteilt, sondern mir im Gegenteil gesagt, dass ihr das am Anfang auch so ging.

Alles braucht seine Zeit. Und ziemlich schnell kam bei mir der Punkt, an dem ich auch den Anblick von japsenden Fischen, die mit einem Netz aus dem Meer gezogen werden, nicht mehr ertragen konnte. Fortan war ich also tatsächlich Vegetarierin – Ovo-lacto-, also Ei und Milch essende Vegetarierin, um genau zu sein.

Ein Jahr später scheint mir diese Umstellung so einfach gewesen zu sein, dass ich mich bewusst erinnern muss, was daran schwierig war. Ich weiß noch, dass Mariana mal wieder das Video „Schlachthäuser aus Glas“ von Paul McCartney mit Aufnahmen vom Schlachthausalltag bei Facebook gepostet hatte. Wieder einmal brachte ich es nicht übers Herz, das Video anzuschauen, aber dieses Mal hat es bei mir plötzlich „Klick“ gemacht. Ich gestand mir ein, dass ich nur deshalb Fleisch essen kann, weil ich ignoriere, was mit den Tieren hinter der Schlachthausmauer passiert.

Damals war das ein riesiger Schritt, aus heutiger Sicht gar nicht mehr so sehr. Vielleicht liegt es daran, dass Stephan kein Problem damit hatte, daran, dass sich unser Familienleben nicht maßgeblich veränderte und wir weiterhin unsere köstlichen Käseplatten mit Rotwein genießen konnten. Mir fällt nur ein, dass Emilia sich anfangs beschwerte, dass die Reis-Pilz-Pfanne jetzt ohne Putenfleisch war und Kohlrabi und Kartoffeln ohne Hühnchen auskommen mussten. Anfangs kochte Stephan am Wochenende für sich und die Kinder Hackbällchen und Fischstäbchen. Aber auch das wurde zunehmend weniger – vor allem als auch Emilia sich entschied, Vegetarierin zu werden.

Einzig unsere Kochrunden mit Freunden wurden zu einer etwas größeren Herausforderung. Aber einfach das Tier nicht mit auf den Teller zu füllen geht ja immer. Selbst wenn es Schwierigkeiten gab, sind sie mir nicht mehr ernsthaft präsent. Vielleicht war die Umstellung aber auch – im Vergleich zum Vegan-Werden – einfach so viel weniger spektakulär.

Auch gesellschaftlich sind Vegetarier ja inzwischen akzeptiert. Natürlich bekam ich in meinem vegetarischen Jahr ab und an Sprüche von Männern um die Ohren gehauen, mit denen sie sich anhand ihres Fleischkonsums als besonders raue Gesellen profilieren wollten, aber die häufigsten Reaktionen hatten doch eher zum Inhalt, dass man ja selbst auch kaum Fleisch esse und wenn, dann nur von Tieren aus guter Haltung. Dabei ist allerdings oft zu beobachten, dass die Aussage „aus guter Haltung“ durchaus Interpretationssache ist und sich viele nicht immer an die selbst auferlegte Bedingung halten. Ich kenne diese Rechtfertigung auch von mir selbst. Habe ich doch früher auch nur Biofleisch gegessen, möglichst von Demeter, der Biomarke mit den strengsten Richtlinien. Außer Acht gelassen habe ich dabei ganz gerne das Auswärtsessen und die Ausnahme hier und da …

Also, Vegetarier werden nicht mehr abgestempelt. Vor meinem Outing als Veganerin fürchte ich mich hingegen ein wenig. Wahrscheinlich aus Angst, ausgegrenzt zu werden. Vielleicht sind die Kochrundenteilnehmer nicht so sehr an meiner Gesellschaft interessiert, wenn ich es so kompliziert mache? Vielleicht will der ein oder andere sich nicht mehr mit mir verabreden, wenn schon die Restaurantsuche zum Problem wird?

Mariana hingegen ist mir auch in diesem Punkt ein sehr gutes Beispiel. Sie steht zu allem, was sie tut, und vertritt ihre Meinung, egal wo und wie. Chapeau!

Bei ihr habe ich auch meine erste ansatzweise vegane Woche erlebt. Ich war vor einem halben Jahr zu Besuch und sah, dass es tatsächlich möglich ist, Kaffee mit etwas anderem als Kuhmilch zu trinken und statt Sahne, Ersatzprodukte zu benutzen. Richtig überzeugt war ich allerdings nicht, ich fand es zwar bewundernswert, war aber dann doch froh, als ich wieder meinen Käse, meinen Milchschaum und normale Sahne benutzen „durfte“. Ich war noch nicht so weit.

In den darauffolgenden Wochen kam aber immer öfter bei mir das Bild des Kälbchens hoch, das ich einmal auf einem Bauernhof getrennt von Mutter und Euter an allem schlecken sah, an das es mit dem Maul herankam, und das nichts von dem abbekam, was eigentlich ihm zusteht. Und auch die Vorstellung, wie traurig es für eine Kuh sein muss, immer wieder schwanger zu sein und niemals die Belohnung eines kleinen Kindes zu haben, kam mir immer wieder in den Sinn. Ich fand die Vorstellung so gemein, dass ich zu weinen anfing, sobald ich darüber nachdachte. Das mailte ich meiner Freundin und auch, dass ich es dennoch nicht schaffen würde, vegan zu leben. Wieder verurteilte sie mich nicht, sondern schrieb mir einfach nur, dass ich ein reines Herz hätte. Ist das nicht toll? Ein Dankeschön an Mariana, die mir zugestanden hat, dass ich bestimme, wann ich so weit bin. Vielleicht geht es auch Ihnen als Leserin oder Leser so, dass es Sie anrührt, was mit den Tieren passiert? Vielleicht kann ich Sie mit meiner Erfahrung ein wenig ermuntern, sich zu trauen – wenn Sie so weit sind.

Ist vegan auch für Kinder gesund?

Ich komme gerade vom Mittagessen. Bratkartoffeln in Öl gebraten sind vegan, aber nicht unbedingt das gesündeste Essen, das es für Kinder gibt. Und genau das ist mein Dilemma. Zwar esse ich seit meinem ersten veganen Tag so viele gesunde Sachen wie noch nie, aber wie kann ich meine Kinder dazu bringen, sich ebenfalls vegan und dabei gesund zu ernähren? Sie mögen keinen Salat, nur wenige Sorten Gemüse, und sobald meine Tochter Soja herausschmeckt, ist bei ihr das Essen gelaufen.

Bisher habe ich bei der Auswahl und Zubereitung des Essens für meine Kinder mit bestem Wissen und Gewissen gehandelt und hatte das Gefühl, ihnen ziemlich gesunde Sachen anzubieten. Auch wenn dabei nicht besonders viele verschiedene Sorten Gemüse auf dem Speiseplan standen, dann doch immer möglichst wenig Zucker, viel Vollkorn und Obst.

Dass weder Erwachsene noch Kinder Fleisch oder Fisch benötigen, um sich gesund zu ernähren, so viel hatte ich in meinem Jahr als Vegetarierin schon verstanden. Bei Fisch, der ja landläufig ein so gutes Image hat, dauerte es etwas länger, den habe ich meinen Kindern dann doch immer mal wieder angeboten. Aber abgesehen davon, dass ich inzwischen glaube, dass wir die tierischen Eiweiße wirklich nicht brauchen, ist mir längst auch die Schadstoffbelastung der Fische nicht mehr geheuer. Wenn ich darüber nachdenke, wie sehr die Weltmeere verschmutzt sind, wird mir ganz schwindelig. Da muss man noch nicht mal lesen, was die großen Schiffe auf offener See so alles über Bord kippen, es reicht, an den verschiedensten Stränden der Welt die Augen aufzumachen und zu sehen, was da alles so an Müll angeschwemmt wird. Bei unserem letzten Strandurlaub bin ich sehr traurig geworden, weil ich darüber nachgedacht habe, ob meine Kinder mit ihren Kindern überhaupt noch am Meer Urlaub machen werden können. Tja, und die armen Fische schwimmen in dieser Suppe herum und nehmen all diesen sichtbaren und unsichtbaren Dreck in sich auf. Lecker und ganz bestimmt sehr gesund für den Fisch und für denjenigen, der den Fisch isst!?

Da gebe ich meinen Kindern lieber ein paar Walnüsse, deren Kerne überdurchschnittlich viel Omega-3-Fettsäure (9,1 g auf 100 g) enthalten, derentwegen Fische ja so gerne empfohlen werden.

Was Eier und Milchprodukte angeht, war ich bis vor nicht allzu langer Zeit davon überzeugt, dass sie gesund sind und ich meinen Kindern damit etwas Gutes tue. Zwar habe ich das Gefühl, schon ein relativ aufgeklärter Verbraucher zu sein – ich falle nicht auf Fertigprodukte und vermeintliche Fitmacher für Kinder rein –, aber 38 Jahre Sozialisation durch „normales“ Essen sind nun einmal in jeder Zelle meines Körpers abgespeichert. Mit der Überzeugung „Die Milch macht’s“ bin ich groß geworden, und die lässt sich nicht so leicht abschütteln.

Sozialisation ist im Übrigen ein gutes Stichwort: Inwiefern mache ich meine Kinder eigentlich zu Außenseitern der Gesellschaft, wenn sie vegan sind?

Klar ist jetzt schon: Diese außergewöhnliche Form der Ernährung macht bei uns das Essen zum ständigen Thema. Dabei sollte Essen doch vor allem Lebensfreude bedeuten! Und damit will ich meine Kinder überzeugen. Dazu muss ich aber erst einmal selbst überzeugt sein und herausfinden, ob vegane Ernährung für Kinder wirklich gut ist.

Dazu telefoniere ich mit Dr. med. Ernst Walter Henrich, der die Broschüre „Vegan – eine kurze Information über die gesündeste Ernährung“ herausgegeben hat. Für ihn ist vegan – wie der Untertitel der Broschüre schon vermuten lässt – ganz klar die gesündeste Ernährung. Milch- und Milchprodukte hingegen verursachen seiner Meinung nach nicht nur Osteoporose und eine verstärkte Knochenbrüchigkeit, sondern schaden der Gesundheit insgesamt extrem. Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt, Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht sieht er klar als Folge der Ernährung mit tierischem Eiweiß. Wenn ich mir anhöre, wie viele Studien und Quellen er anführt, die das beweisen, wird mir ganz anders: die „China Study“, die Empfehlungen der Ärztekommission PCRM, das Positionspapier der Amerikanischen Gesellschaft für Ernährung, „Milch besser nicht“ von Maria Rollinger, „Food Revolution, Ernährung – Der Weg zu einem gesunden Leben in einer gesunden Welt“ von John Robbins und „Vegane Ernährung“ von Gill Langley.

Zuallererst spricht Dr. Henrich über die inzwischen recht bekannte „China Study“ von Professor Dr. T. Colin Campbell, die umfassendste Studie über Ernährung, Lebensweise und Krankheit in der Geschichte der ernährungsmedizinischen Forschung, an der nicht nur die Cornell University, USA, und die University of Oxford, sondern auch die Chinese Acadamy of Preventive Medicine beteiligt waren. Die „China Study“ ist schon im Jahr 2004 erschienen und beweist den Zusammenhang zwischen tierischem Protein und allen westlichen Zivilisationskrankheiten. Herzerkrankungen, Diabetes, Krebs – das ganze Programm.

Über die Empfehlungen des „Physicians Committee for Responsible Medicine“ (PCRM), einer amerikanischen Ärztekommission für verantwortungsbewusste Medizin, berichtet mir Dr. Henrich, dass sie die vegane Ernährung empfiehlt, weil sie kein Cholesterin und sogar weniger Fett, gesättigte Fettsäuren und Kalorien als vegetarische Ernährung enthält und weil sie keine Milchprodukte und Eier beinhaltet. Nach Aussage der Kommission nehmen die gesundheitlichen Vorteile zu, je weniger Nahrung aus tierischen Quellen in der Ernährung vorkommt, was somit die vegane Ernährung zur gesündesten überhaupt macht.

Während unseres Gesprächs kommt mir ein gruseliger Gedanke: Schon öfter habe ich darüber nachgedacht, woran es eigentlich liegt, dass Mädchen heute viel früher ihre Regel bekommen und auch viel früher schon Brüste entwickeln. Ich frage Dr. Henrich und er erklärt mir, dass es tatsächlich eine enge Verbindung zwischen tierproteinreicher, fettreicher Ernährung und Sexualhormonen und einer frühen Periode gibt, von denen beide übrigens das Brustkrebsrisko erhöhen. Ein Grund dafür, dass wir unsere Kinder keine Kost, die reich an Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs ist, essen lassen sollten.

Wie krass ist das denn? Wegen der vielen Milch bekommen die armen Mädchen heute alle so früh ihre Tage? Und als Frau dann auch vielleicht noch Brustkrebs?

Dr. Henrich wundert sich ohnehin ein wenig über meine Frage, ob man auch schon Kinder vegan ernähren könne. Allein meine Bedenken zeigten ja schon, welche Verunsicherung die Manipulationen und Falschinformationen der Tierindustrie angerichtet hätten. Für ihn als Arzt sei es ein Skandal, den Kindern nicht in jedem Lebensalter die bestmögliche und damit die vegane Ernährung zukommen zu lassen. Ein Kind solle zuerst, wenn möglich, nur mit Muttermilch ernährt werden, danach sollten nach und nach die veganen Nahrungsmittel eingeführt werden. Viele chronische Erkrankungen hätten ihren Ursprung nämlich bereits in der nicht-veganen Ernährung im Kindesalter! Und nicht nur er empfehle das: Die vegane Ernährung für Kinder und Kleinkinder werde u.a. auch von der „American Dietectic Association“ (ADA) und vom „Physicians Committee for Responsible Medicine“ (PCRM) empfohlen.

Wichtig sei natürlich, dass aus den Kindern keine Pommes-Veganer würden, sondern man als Eltern natürlich für gesundes und damit abwechslungsreiches Essen Sorge trage. Womit wir wieder bei den Bratkartoffeln wären. Die allein lassen meine Kleinen jedenfalls nicht wachsen und gedeihen. Fürs Erste entscheide ich mich, beim nächsten Kartoffelhunger die gesündere, aber dennoch schnell gekochte Variante meiner Freundin Nicole zuzubereiten, das Kartoffel-Möhren-Durcheinander. Möhren enthalten nämlich u.a. nicht nur B-Vitamine und Folsäure, sondern gehören zu den besten Carotin-Lieferanten unter den Gemüsen. Außerdem wird dieses Essen nicht so stark erhitzt wie Bratkartoffeln, so dass auch die Vitamine der Kartoffel eher erhalten bleiben. (Dieses einfache Rezept findet sich in meiner Rezeptesammlung am Ende des Buches.)

Die Milch macht’s

– auch schon mal Bauchweh

Das, was Dr. Henrich in unserem Telefonat sagt, deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen. Bei meinem Sohn Richard (5) war schon nach seinen ersten Gläsern Kuhmilch zu sehen, dass er sie nicht wirklich gut verträgt. Nach einem Glas Milch mit pürierter Banane bekam er sofort Bauchschmerzen. Ich ersetzte für ihn die Milch durch Reismilch und die Schmerzen verschwanden. So einfach war das. Den Zusammenhang zwischen seinem immer wiederkehrenden Paukenerguss in den Ohren und Joghurt bzw. anderen Milchprodukten, den unter anderem eine Osteopathin herstellte, wollte ich hingegen nicht so ganz sehen. Irgendwie überwog meine Überzeugung, dass eine Schale Obst mit Naturjoghurt doch so gesund sei. Heute wundere ich mich über mich selbst. Manche Dinge wollen wir wohl einfach nicht wahrhaben und dann schaffen wir es offensichtlich auch prima, sie auszublenden.

Ich für mich kann schon nach dieser kurzen veganen Zeit sagen: Seitdem mein täglicher Latte macchiato nach dem Mittagessen keine Kuhmilch mehr enthält, rumort es in meinem Magen nicht mehr den ganzen Nachmittag. Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, dass mein Körper das Essen auch schmerzfrei verarbeiten kann und ohne, dass ich etwas davon mitbekomme. Dieses leichte Ziehen und Drücken war für mich ganz normal und ich dachte, so sei das eben. Verrückt.

Da ich mir vorstellen kann, dass sich auch in Ihnen diese tief sitzende Überzeugung „Aber Kinder brauchen doch Milchprodukte, schon wegen des Kalziums“ meldet, möchte ich noch etwas hinzufügen: Milch enthält zwar viel Kalzium, aber wenn wir viele tierische Eiweiße zu uns nehmen, dann begünstigen wir eine Kalziumausscheidung, d.h., wer viel Milch trinkt, nimmt viel Kalzium auf, scheidet es aber gleichzeitig genau wegen des Milchtrinkens wieder aus. Aus meiner Sicht zeigt das eines ganz deutlich: Kuhmilch scheint einfach nicht für den Menschen gemacht zu sein.

Menschliche Muttermilch hingegen ist ja immer perfekt an die Bedürfnisse des Säuglings angepasst. Nach der Geburt gibt’s aus der Brust erst mal das Powerpaket Kolostrum, auch Vormilch genannt, durch das die Abwehrkräfte des Neugeborenen gestärkt werden. Dann ändert sich die Zusammensetzung der Milch, je nachdem, in welcher Wachstumsphase sich das Baby befindet. Sogar während eines einzigen Stillvorgangs ändert sich die Muttermilch. Außerdem passt sich die Brust mit der Milchproduktion genau dem Hunger des Säuglings und seiner Stillhäufigkeit an – wie ein Wunder habe ich das beim Stillen empfunden.

So perfekt wie die menschliche Muttermilch für menschliche Säuglinge ist, so perfekt ist die Kuhmilch von Natur aus für Kälbchen. Kein Säugetier der Welt käme von selbst auf die Idee, Milch von einem anderen Säugetier zu trinken. Nur der Mensch. Vielleicht liegt es ja daran, dass er als einziges Säugetier in der Lage ist, Medikamente zu entwickeln, um die möglichen Folgen des Kuhmilchtrinkens bekämpfen zu können.

Nachdem ich mein Wissen über das Stillen mit meinen eigenen Bauchschmerzerfahrungen und dem Wissen von Dr. Henrich zusammengebracht habe, empfinde ich die gewonnene Erkenntnis natürlich als schöne Bestätigung für meine neue Ernährungsweise. Gleichzeitig aber ruft es mich mit aller Macht als Mutter auf den Plan, dringend auch meine Kinder von veganer Ernährung zu überzeugen. Habe ich nicht sogar die Verpflichtung dazu, wenn ich über das Wissen verfüge? Also, wozu länger warten?

Los geht’s

Als Unterstützung für meine neue Form der Ernährung habe ich eine unfassbare Küchenmaschine, die aussieht, als könne sie sogar zum Mond fliegen. In jedem Fall kann man mit ihr – oder besser mit ihm, dem Thermomix – Getreide mahlen, Teig kneten, Gemüse dämpfen, alles Mögliche kochen oder garen. Meine Schwiegermutter stellt mir das ziemlich teure Gerät freundlicherweise für die Zeit zur Verfügung, in der sie im Urlaub ist. Von meinen veganen Experimenten weiß sie allerdings nichts.

Der Thermomix wird für meine Kinder in den folgenden Wochen zum Inbegriff von „Oh nein, Mami probiert schon wieder was Neues aus“. Viele der Experimente gelingen wirklich nicht so gut, aber ich bin begeistert von diesem Gerät. Ich kann damit alle möglichen leckeren Aufstriche machen und weiß einfach immer genau, was drin ist: nur das, was ich reingetan habe. Außerdem hat es diese wunderbare Getreidezerkleinerungsfunktion. Und ich backe und backe das köstlichste Brot! Bisher habe ich mich beim Brotbacken immer auf den Backrezeptvorschlag auf der Packung mit Sauerteigextrakt beschränkt. Sehr zu empfehlen zwar, aber auf Dauer etwas eintönig. Seitdem ich den Thermomix habe, probiere ich viele neue Sorten aus.

Aber genug geschwärmt! Nicht alle Leserinnen und Leser werden eines dieser teuren Küchengeräte zu Hause haben, und vegan kochen und backen geht natürlich auch prima ohne Thermomix.

Für mich aber steht er als Symbol für den Wunsch nach einer einfachen Lösung. Ich will es mir leicht machen und begebe mich auf die Suche nach einem veganen Thermomix-Kochbuch. Leider ist die Suche gar nicht so leicht – in der Zeit, in der ich recherchiert habe, hätte ich sicherlich schon ein paar leckere Rezepte alleine ausprobieren können. Aber wozu ist man Journalistin – wenn nicht zum Recherchieren? Also finde ich schließlich eine sehr liebe und engagierte ältere Dame aus dem Süden Deutschlands, die ein Heft zusammengestellt hat, das genau meine beiden Bedürfnisse vereint: vegan und Thermomix. Ich bestelle „Muttis Rezepte Gesund und Gut“ direkt bei Eva Euerl und bekomme es auch gleich nach Bezahlung geliefert (für weitere Informationen s. Anhang).