Wolf. W. Lasko

Personal Power

Wolf W. Lasko

Personal Power -

Wirkungsvoll denken,
überzeugend handeln

Originaltitel: Personal Power
© 1995 Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden

Wolf W. Lasko:

Layout und Satz: infospeed GmbH

Personal Power

Umschlaggestaltung: Subsonic Media

© J. Kamphausen Verlag &

Umschlagbild: Björn Gaus

Distribution GmbH,

Druck & Verarbeitung:

Bielefeld 2011

Westermann Druck Zwickau

Datenkonvertierung E-Book:

Bookwire GmbH

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese
Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie;
detaillierte bibliografische Daten sind im Internet
über abrufbar.

ISBN E-Book: 978-3-89901-530-0
ISBN Printausgabe: 978-3-89901-149-4

Inhalt

Prolog

Träume, Wünsche, Visionen - es spielt keine Rolle, welches Wort Sie benutzen, wenn Sie von den Dingen sprechen, die Sie in Ihrem Leben zu verwirklichen hoffen. Doch irgendwann stehen Sie vielleicht vor der Frage, ob es nicht doch nur Illusionen sind - nicht umsetzbar, nicht erreichbar, unbrauchbar für ein Leben in der Realität. Und Stück für Stück verabschieden Sie sich von all dem, was Ihnen ein erfülltes Leben versprach. Die Sehnsucht aber bleibt.

Was der Mensch denken kann, das kann er auch erreichen. Und das, worauf die Träume und Visionen aufbauen, sind Ihre Gedanken. Was aber hindert Sie daran, diese Gedanken Wirklichkeit werden zu lassen? Ist es denn so schwierig, Gedanken in die Tat umzusetzen?

Sicher, manches ist einfach nicht realisierbar, wenn die Voraussetzungen fehlen. Was nützt Ihnen der Traum von einem gefeierten Opernstar, wenn selbst das Wasser in der Badewanne sich kräuselt, sobald Sie die ersten Töne anschlagen? Diesen Traum sollten Sie getrost mit in den Schlaf nehmen, in Ihrem bewußten Leben hat er wirklich nichts verloren. Aber vieles andere von dem, was Sie sich vorstellen und erhoffen, ist durchaus zu erreichen, wenn die Übereinstimmung von drei wichtigen Voraussetzungen gegeben ist: Sein, Können und Wollen. Sein bedeutet, daß der Wunsch Ihren Talenten, Ihrem wahren Wesen entspricht. Können beinhaltet die Fähigkeiten und Voraussetzungen, um die Talente umzusetzen. Und Wollen heißt, den Wunsch als ein bewußtes Ziel zu definieren und dieses mit aller Kraft anzustreben.

Viele Menschen verwenden kostbare Zeit darauf, ihre Talente und Fähigkeiten zu erforschen, daraus Ziele abzuleiten und sie zu formulieren. Das ist gut und richtig. Doch obwohl sie aus ganzem Herzen dieses Ziel verwirklichen wollen und immer neue Strategien entwickeln, um es zu erreichen, bleibt der Erfolg aus.

Sollten Sein, Können und Wollen vielleicht doch nicht genügen? Gibt es womöglich eine geheime Zauberformel, die nur den Erfolgreichen der Welt bekannt ist? Nun, wenn Sie so wollen, es gibt etwas, was sofort jedes Ziel zunichte macht, wenn es nicht angewandt wird. Es ist die Brücke zwischen Theorie und Praxis: Handeln! Und das ist die Crux, die uns so häufig daran hindert, das zu leben, was wir sind, was wir können und was wir wollen.

Handeln ist Risiko. Handeln treibt heraus aus dem gewohnten, bequemen, sicheren Leben und führt auf noch nicht gegangenen Wegen in unbekanntes Neuland. Nichts läßt im Menschen mehr Ängste, Zweifel und Unsicherheiten entstehen als der Schritt aus der vertrauten Umgebung. Alles wird in Frage gestellt, tausend Gründe sprechen dagegen. Der Verstand läuft Amok, die Gefühle wenden sich mit Grausen ab. Und mit vereinten Kräften ziehen sie uns zurück, sobald wir uns dazu entschließen, den Schritt zu wagen. Dann stehen wir wieder am Ausgangspunkt, zwar in Sicherheit, aber erfolglos, frustriert, verzagt.

Was muß eigentlich passieren, damit wir endlich das umsetzen, was wir im Kopf haben, damit wir endlich das erreichen, was unseren Träumen, Wünschen und Visionen entspricht? Eines ist sicher: Niemand kann Ihnen das abnehmen, was Sie selbst nicht wagen. Niemand kann Sie von den Sorgen, den Unsicherheiten, den ängstigenden Gedanken und Gefühlen des Zweifels befreien. Es sein denn, Sie selbst. Deshalb kann es nur die eine, wenn auch paradoxe Antwort geben: Handeln Sie!

Fähigkeiten haben Sie genügend, um tatsächlich das erreichen zu können, was Sie sich vorstellen. Wenn. Sie den Mut zum Handeln fassen, wenn Sie sich Schritt für Schritt in unbekannte Gebiete wagen, werden Sie das gesamte Potential Ihrer Personal Power erkennen, nutzen und vergrößern. Weshalb also noch Zeit verlieren, wenn Sie einmal beschlossen haben, aufzubrechen? Sie können nur gewinnen!

1 Die rote Linie

Das Geheimnis der roten Linie

Ich wollte ja nichts als das zu leben versuchen, was von selber aus mir heraus wollte. Warum war das so schwer?

Hermann Hesse

Viele Menschen ruhen sich auf ihren Lorbeeren aus und merken nicht einmal, daß sich die Lorbeeren am falschen Körperteil befinden. Sicher, sie wissen, was sie in der Vergangenheit getan und erreicht haben. Sie wissen aber nicht, daß die Vergangenheit eine Gruft ist, in der sie verschwinden können, obwohl sie noch leben.

Wahrscheinlich aber können diese Menschen sehr genau sagen, was sie sich von der Zukunft wünschen. Und vielleicht können sie sogar erklären, wie sie diese Wünsche erreichen könnten. Doch es scheint, als vertrauten sie darauf, daß irgend jemand ihnen die Arbeit abnähme.

Wie jedoch kann es gelingen, das Denken in Handeln zu transformieren? Starten wir mit einem Experiment, das wohl all jene erschaudern läßt, die für den Genuß der angeblichen Sicherheit alles gäben. Es ist ein Appell an Ihre Kreativität und Intelligenz - vielleicht aber schon der erste Schritt zu einem Blackout.

Stellen Sie sich vor, in diesem Moment wird genau da, wo Sie jetzt sitzen oder stehen, ein Kreis um Sie herum gezeichnet, begrenzt von einer unsichtbaren roten Linie. Schauen Sie genau hin! Es ist eine magische Linie, die Sie nicht überschreiten können, die Sie gefangenhält in diesem Kreis, im Kreis Ihrer Gewohnheiten. Alles, was innerhalb des Kreises der Gewohnheiten liegt, ist Ihnen bekannt und vertraut; hier fühlen Sie sich sicher. Leider ist das auch der einzige Vorteil Ihrer Gefangenschaft. Denn im Kreis der Gewohnheiten gibt es kein Lernen, keine Entwicklung, keine Lebendigkeit. Doch jenseits der roten Linie liegt aufregendes Neuland. Hier warten neue Erfahrungen und Erkenntnisse darauf, entdeckt zu werden. Hier finden Sie faszinierende Herausforderungen, die Sie annehmen sollten, wenn Sie vom Leben mehr erwarten als Stagnation.

Nun, niemand hindert Sie daran, diese magische rote Linie zu überschreiten. Es gibt keine bösen Hexenmeister und keine fauchenden Ungeheuer, die sich Ihnen in den Weg stellen. Wollen Sie den Schritt über die rote Linie wagen, gibt es kein anderes Hindernis als die selbst konstruierten Ängste, die es nun zu überwinden gilt.

Alles in allem geht es bei diesem Experiment um ein Abenteuer der besonderen Art. Das Motto heißt: “Hauptsache, völlig daneben!” Sie sollen etwas tun, was Ihre Norm sprengt, was nicht zu Ihrer Rolle paßt, was Sie eigentlich nie tun würden. Irgend etwas, was niemand von Ihnen erwartet. Und um die Spannung zu steigern, tun Sie es am besten im Beisein anderer.

Hier geht es weder um ein Verhaltenstraining mit dem Ziel, besser zu werden, noch um eine Wertung Ihres Tuns. Der Sinn dieser Übung liegt einzig darin, die eigenen Verhaltensmuster kennenzulernen. Wie reagieren Verstand und Körper, wenn Sie auf Neuland stoßen? Welche Gefühle werden dabei ausgelöst? Was passiert, während Sie den Schritt über die rote Linie wagen? Und was passiert, nachdem Sie es getan haben?

Ein paar Punkte sind beim Überschreiten der roten Linie zu beachten:

• Das, was Sie tun wollen, können Sie frei wählen.

• Die Länge der “Grenzüberscheitung” ist an keine Zeit gebunden.

• Es gibt keine Einschränkung.

• Sie sollen es hier und jetzt tun.

• Sie sind der einzige Akteur, verzichten Sie auf die Unterstützung anderer.

• Egal was Sie tun, tun Sie es nicht auf Kosten anderer Menschen oder irgendwelcher Gegenstände. Also ziehen Sie Ihrem Chef nicht die Ohren lang - das ist hier nicht gemeint.

• Tun Sie nichts, wobei Sie sich verletzen könnten.

Ich nehme an, Ihr Verstand arbeitet jetzt fleißig und sucht nach geistreichen Einfällen. Aber er bekommt keine Informationen, er zieht eine Leerschleife. Nun versucht er herauszufinden, ob eine solche Situation in der Vergangenheit schon einmal dagewesen ist, ob es etwas Vergleichbares gibt, um dann ein vertrautes Verhaltensmuster wiederholen zu können. Doch auch das führt meist zu keiner Lösung, denn es gibt bisher nichts Vergleichbares. Der Verstand signalisiert: Gefahr in Verzug! Und sofort reagiert Ihr Körper. Kleine Adrenalinstöße setzen alle Streßreaktionen in Gang. Sie sind erregt, stehen unter Spannung. Spannung kann ein phantastisches Gefühl sein: Sie mahnt zur Vorsicht, verhilft zur erforderlichen Wachsamkeit und Aufmerksamkeit. Doch mit zunehmender Spannung kommt eine gewisse Unsicherheit auf, vielleicht begleitet von hektischen roten Flecken oder vor Aufregung feuchten Händen. Die krampfhafte Suche nach etwas Vernünftigem geht weiter.

Eine der Wirkungen der Furcht ist es, die Sinne zu verwirren und zu machen, daß uns die Dinge anders erscheinen, als sie sind.

Cervantes

Irgend etwas müßte doch da sein! Ihr Verstand ergeht sich in paranoiden Hochrechnungen. Mit missionarischem Eifer zeigt er auf, was alles Schlimmes passieren, was schiefgehen könnte. Und wie denken die anderen darüber? Werden sie lachen? Fazit: Was immer Sie auch tun werden, Sie können sich nur blamieren. Doch auf einmal kommen Ihnen brillante Ideen und völlig neue Vorstellungen in den Sinn. Sie werden ungeheuer kreativ. Zum Beispiel: Hose runter. Derart abartige Ideen dürften im mitteleuropäischen Management weit verbreitet sein.

Ich bin jedoch fast sicher, Sie tun es nicht. Und nachdem Sie mehrere solcher unschicklichen Einfälle verworfen haben, gelangen Sie langsam zu der Ansicht, daß dieses Experiment eigentlich gar nicht intelligent ist, sondern sogar ziemlich dumm. Natürlich könnten Sie mit Leichtigkeit irgend etwas in die Tat umsetzen, nur im Moment haben Sie keine Lust dazu. Sie können die Sache schließlich auch lassen und weiterlesen. Genau! Einfach nicht handeln, sondern weiterlesen. Ich weiß nicht, wie Sie mit diesem Unterfangen umgegangen sind. Wollten Sie vielleicht etwas tun und haben es doch nicht ausgeführt? Dann brauchen Sie jetzt ein Ventil, um sich abzureagieren, denn die Anspannung, der Streß ist noch nicht abgebaut. Sie können nun sauer werden und die aufsteigende Wut über Ihr Nichthandeln auf irgend jemanden projizieren, Sie können mit anderen über irgend etwas Belangloses reden, Sie können auch über die Menschen lachen, die solch ein Experiment wirklich durchführen.

Wenn Sie die rote Linie aber überschritten haben, werden Sie vielleicht sagen: “Hey, das war super!” Und Sie werden feststellen, daß Sie sich gelöst und entspannt fühlen. Die aufgebaute Spannung ist während des Handelns verschwunden, der Streß ist abgebaut.

Hier eine intelligente Oberlehrerfrage: Was hat das Spiel mit dem realen Leben zu tun? Wie sieht es im täglichen Leben mit der Auseinandersetzung zwischen Bewahrer und Innovator aus? Nun, wenn Sie die rote Linie tatsächlich überschreiten wollen, um an Ihr Ziel zu gelangen, werden Sie bestimmt eine weitaus größere Herausforderung spüren. Besonders dann, wenn Sie wissen, daß andere Menschen Ihre ungewöhnlichen Handlungen bemerken werden.

Dann stehen Sie vor Ihrer roten Linie, noch geschützt im Kreis der Gewohnheiten, und schauen auf die außerhalb liegenden Visionen, die für Sie einfach wichtig sind. Und während Sie über die notwendigen Handlungen nachdenken, werden Sie wie in der Übung Erregung und Spannung spüren. Denn dann, wenn Ihnen etwas unbekannt ist, wenn Sie vor Neuland stehen, versetzt der Körper Sie in die Lage, sehr präsent, sehr wach zu sein, um auf das reagieren zu können, was auf Sie zukommt. Adrenalinstöße bereiten den ganzen Körper auf eine mögliche Aktion vor. Aber nicht das Ereignis an sich produziert die Adrenalinstöße, vielmehr sind Ihre Gedanken über das Handeln und das mögliche Ergebnis der Auslöser.

image

Das ist die Tragik eines normalen Mitteleuropäers: Der Verstand, der so unendlich hilfreich sein kann, erweist sich vor dem Überschreiten der roten Linie als Zensor. Er wird zum Großinquisitor, dessen paranoide Ideen den Befehl geben, alles beim alten zu lassen und auf keinen Fall ein Wagnis einzugehen.

Die Angst ist die Mutter aller Befürchtungen

Ihnen wird angeboten, im kommenden Jahr die Vertretung Ihrer Firma in. Japan zu übernehmen. Sie haben eine Woche Bedenkzeit. Natürlich reagieren Sie voller Begeisterung auf dieses Angebot, denn endlich scheint sich ein langgehegter Wunsch zu erfüllen. Sie sind ganz aufgewühlt und rufen abends sofort sämtliche Freunde an, um von dieser einmaligen Chance zu berichten. Bevor Sie zu Bett gehen, denken Sie an all die faszinierenden Dinge, die Sie kennenlernen werden. Und beim Einschlafen steht für Sie fest: Ich übernehme den Job. Am nächsten Tag überlegen Sie noch einmal gründlich, aber immer noch voller Enthusiasmus, welche Vorbereitungen zu treffen sind. Natürlich werden Sie einen Intensiv-Kurs für japanisch besuchen und noch einiges für die Erweiterung Ihres Fachwissens tun. Dann stellen Sie eine Liste auf, was sonst noch alles zu regeln ist. Und abends legen Sie sich wieder schlafen mit der Überzeugung, in einem Jahr in Japan zu sein. Nun gehen Sie aber am folgenden Tag nicht direkt zu Ihrem Vorgesetzen, um diesen Entschluß mitzuteilen. Sie zögern und wollen die endgültige Entscheidung noch ein wenig aufschieben. Auf einmal spüren Sie eine leichte Anspannung, so ein unangenehmes Gefühl. Bis zum Abend stehen Sie dann richtig unter Streß. Und damit haben Sie den Zeitpunkt verpaßt, über die rote Linie zu gehen. Denn plötzlich empfinden Sie Furcht vor den Aufgaben, die auf Sie zukommen werden. In einem Jahr japanisch lernen? Sie hatten schon mit Englisch einige Schwierigkeiten. Und ob Sie jemals mit der fremden Kultur vertraut werden? Sie werden Ihre Freunde verlassen und mutterseelenallein sein. Sie werden alles Vertraute hinter sich lassen. Jetzt überfällt Sie richtige Angst. Es ist nichts Bestimmtes mehr, woran Sie denken. Nur noch ein umfassendes, ungutes Gefühl des Bedrohtseins macht sich breit. Einen ganzen Tag lang schlagen Sie sich damit herum, dann entscheiden Sie sich gegen Japan.

Ein Held ist einer, der fünf Minuten länger tapfer ist als der gewöhnliche Mensch.

Ralph Waldo Emerson

Viele Menschen denken zuerst über die möglichen negativen Auswirkungen ihrer Handlungen nach. Das nimmt ihnen den Mut, etwas zu riskieren. Doch je seltener sie den Mut haben, den Kreis der Gewohnheiten zu verlassen, um so größer wird die Angst vor jeder neuen Herausforderung. Und wie Zombies werden sie irgendwann passiv und lethargisch durchs Leben stolpern, ohne den geringsten Ehrgeiz zu entwickeln, mehr aus sich zu machen.

Wie oft lassen Sie in Ihrem Leben einfach Chancen verstreichen, statt etwas Neues zu wagen? Hätten Sie den Mut, die eine oder andere rote Linie im Leben zu überschreiten, wäre das ein sicherer Weg aus dem Kreis der Gewohnheiten. Lernen können Sie nur jenseits der roten Linie. Aber davor haben wohl die meisten von uns Angst. Jeder kennt doch diese intellektuellen Sackgassen, die zu nichts anderem führen als zu pseudorationalen Begründungen für das, was man gerade nicht getan hat. Und Sie kennen auch die Kompensations- und Vermeidungsstrategien, bei denen man sich mit Drogen, seien es nun der Alkohol oder das Fernsehen, so weit ausblendet, um zumindest für den nächsten Augenblick beruhigt zu sein. Aber welche Strategien wir auch fahren, die roten Linien bleiben bestehen. Und wir wollen einfach nicht einsehen, daß sie nur dazu gemacht sind, um überschritten zu werden.

Was passiert eigentlich, wenn ein Mensch nie bereit ist, über die rote Linie zu gehen? Egal, ob Sie sich für oder gegen das Überschreiten der roten Linie entscheiden, es kostet Sie die gleiche Menge Energie. Denn Streß werden Sie auf jeden Fall spüren, wenn Sie vor der roten Linie stehen. Doch sobald Sie den Schritt wagen, wird diese Energie in die Aktion umgesetzt und führt zu einem Ergebnis. Bleiben Sie aber stehen, dann brauchen Sie einen anderen Weg, um die Energie abzubauen. Und da gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, die ich gerne als Verpisser-Routen bezeichne.

Erste Verpisser-Route: die intellektuelle Variante

Viele Menschen verfallen auf die geniale Idee, sich zu rechtfertigen oder anderen die Schuld zuzuschieben. Rechtfertigung und Schuldzuweisung - ein interessantes Zwillingspaar, das zusammengenommen ungemein stark wirkt.

Bei der Rechtfertigung sieht es zumindest noch so aus, als hätten Sie sich bewußt gegen das Überschreiten der roten Linie entschieden. Daß Sie gestern erst einmal die Steuererklärung erledigt haben, ist doch klar. Das ist ja nun wirklich wichtig. Schließlich geht’s um bares Geld!

Die Feigheit tarnt sich am liebsten als Vorsicht oder Rücksicht.

Sigmund Graff

Und es ist wohl selbstverständlich, daß Sie heute das Wetter nutzen, um Ihre Großmutter zu einem Spaziergang einzuladen. Der alten Dame tut es doch so gut, mal an die frische Luft zu kommen. Da muß das Überschreiten der roten Linie halt noch etwas warten …

Morgen werden Sie wohl den kleinen Riß im Garagendach flicken müssen, denn für die kommenden Tage wurden heftige Regenschauer vorhergesagt.

Sie können sicher sein, daß Sie jeden Tag einen neuen Grund finden, um im Kreis der Gewohnheiten zu verharren. Wer etwas vermeiden will, wird garantiert einen Weg dafür finden.

Der Himmel hilft niemals solchen, die nicht handeln wollen.

Sophokles

Rechtfertigung bedeutet, daß Sie begründen, warum Sie etwas nicht getan haben. Und das in brillanter, wissenschaftlich fest belegbarer Art. Im Leben läßt sich alles beweisen. Sie kennen doch den Holzfäller, der seit geraumer Zeit ächzend und stöhnend versucht, einen Baum zu fällen Wenn Sie ihn fragen, warum es so lange dauert, wird er ausführlich davon berichten, daß sein Sägeblatt stumpf sei, und wortreich erklären, warum er keine Zeit habe, es zu wechseln.

Die Schuldzuweisung ist aber noch wirkungsvoller, sie ist die beste Kampfformel zur Selbstverteidigung: Machen Sie doch einfach andere dafür verantwortlich, daß Sie nicht gehandelt haben!

Bestimmt wären Sie heute zum Zahnarzt gegangen, hätte Ihre Frau nicht darauf bestanden, daß Sie endlich den Wasserhahn in der Küche reparierten. Dabei ist der nun schon seit drei Wochen defekt, da wär’s doch auf einen Tag auch nicht mehr angekommen. Aber um des lieben Friedens willen …

Wenn Ihr Chef, dieser alte Trottel, Ihnen nicht erst heute mitgeteilt hätte, daß er die Fertigstellung des Konzepts schon in einer Woche erwartet, hätten Sie endlich den Konflikt mit dem Kollegen klären können. Doch nun bleibt Ihnen leider nichts anderes übrig, als alle Kraft in die Ausarbeitung zu investieren.

Aber welche Rechtfertigung Ihnen auch immer einfällt, wieviel Schuld Sie anderen auch zuweisen, Tatsache ist, daß Sie nicht über die rote Linie gegangen sind. Tatsache ist, daß Sie Selbstrespekt verlieren und daß die Power des Lebens Ihnen nicht geschenkt werden kann. Denn Sie haben die Verantwortung für Ihr Leben in die Hände anderer gelegt.

Zweite Verpisser-Route: die Ersatz-Variante

Wem Rechtfertigung und Schuldzuweisung zu schwierig sind, dem bleibt noch die Möglichkeit der Kompensation. Hier vermeiden Sie einfach jegliche Aktion. Sie setzen sich vor den Fernseher und erleben das, was andere Ihnen vorleben: Sie fliegen zum Mond, überqueren den Amazonas und lernen hochinteressante Menschen kennen. Video ist noch eine Steigerung. Wer zuviel fernsehen für ungesund hält, der kann natürlich auch lesen. Hier bieten sich die sogenannten Groschenromane an, die ungefähr den gleichen Effekt erzielen. Ist es nicht herrlich, sich jede freie Minute in eine andere Welt versetzen zu können und abgelenkt zu sein von all den Dingen, die eigentlich wichtig wären?

Es gibt Menschen, die sich im Leben anderer besser auskennen als in ihrem eigenen. Die wissen auch immer, was ein anderer hätte besser machen können oder was er lieber nicht hätte tun sollen. Ja, die Nachbarin wäre besser beraten gewesen, wenn sie als Schreibkraft bei diesem tollen Konzern geblieben wäre. Aber nein, sie mußte sich ja selbständig machen. Und jetzt? Eine Unmenge Arbeit, fast nie Freizeit. Ich hätte mich da anders entschieden … Kennen Sie diese Gespräche? Die Kenntnisse mancher Leute über diverse Königshäuser möchte ich erst gar nicht erwähnen. Auf dieser Verpisser-Route brauchen Sie keine Angst zu haben, daß Ihnen irgend etwas passiert. Im sicheren Kreis der Gewohnheiten wird Ihnen das serviert, was andere erleben. Sie leben sozusagen second hand.

Die eigene Lebendigkeit wird getragen von dem Tun anderer. Doch wer immer getragen wird, verlernt am Ende das Laufen.

Vielleicht sitzen Sie aber auch zu Hause in Ihrer sicheren Welt und träumen von dem, was Sie tun könnten. Und damit der Traum nicht zu einem Alptraum wird, kompensieren Sie Ihr Nichthandeln durch bestimmte Sicherheitssysteme. Ein einfaches Beispiel: Rauchen. Es gibt zwar viele Gründe, warum Menschen rauchen, in diesem Zusammenhang ist aber die beruhigende Wirkung des Rauchens interessant. Das Einatmen des Rauchs verändert Ihr Gefühl, Sie kommen in die Nähe von meditativen Entspannungen. Als Nichtraucher können Sie natürlich auch in regelmäßigen Abständen den Kühlschrank überfallen. Essen verändert ebenfalls die Gefühlslage. Die nächste Stufe ist legitimiertes Trinken. Apotheker und Drogisten empfehlen Ihnen gerne eines der allseits bekannten Tonika zur Nervenberuhigung und Stärkung von Herz und Kreislauf. Eine angemessen hohe Dosierung bewirkt mit Sicherheit die erwünschte Gefühlsveränderung. Wem das nicht ausreicht, dem steht ein großes Spirituosenangebot zur Verfügung. Eine weitere Steigerung sind Drogen. Und dem gestreßten Zeitgenossen sind Schlaftabletten oder gar Beta-Blocker eine unschätzbare Hilfe.

Nur durch Mut kann man sein Leben in Ordnung bringen.

Vauvenargues

Was auch immer Sie bevorzugen, leider haben alle diese aufgezeigten Kompensationsmöglichkeiten einen entscheidenden Nachteil: Irgendwann läßt die positive Gefühlseinwirkung nach, und Sie kehren in die Wirklichkeit zurück, in der einfach nichts passiert. Irgendwann werden die Träume, die nie wahr werden, nicht mehr ausreichen. Sie werden unzufrieden mit Ihrem Leben sein. Doch statt endlich aufzustehen und das eigene Leben zu gestalten, wird erneut nachgeholfen, um dem tristen Alltag zu entfliehen: Sie rauchen noch eine Zigarette, trinken ein weiteres Glas Wein, greifen zur nächsten Tablette, gehen noch einmal an den Kühlschrank und nehmen auch die x-te Seifenoper wichtiger als das eigene Leben.

Aber seien Sie sicher: Zwischendurch werden Sie immer wieder mit Ihrem eigenen Dasein konfrontiert, mit einem Dasein, das zur Routine geworden ist. Die Gewohnheit, die Sie festhält, wird zu einer Schutzschicht.

Dritte Verpisser-Route: die Vermeidungs-Variante

Viele Menschen sehen einen tiefen Sinn in der Meditation, haben Freude am Sport oder sind mit Begeisterung bei ihrer Arbeit. Für manche sind diese Dinge aber nur ein geeignetes Mittel, um notwendige Veränderungen zu vermeiden. Sie haben Angst vor dem Schritt ins Unbekannte, sie verweigern sich dem Leben oder wollen ihre eigene Unzufriedenheit nicht fühlen. Diese Menschen kriechen vorsichtig durchs Leben, um Risiken zu vermeiden. Nun ja, wer kriecht, kann wenigstens nicht stolpern … Doch der Streß bleibt.

Da ist der Ingenieur, der bis in die Nacht hinein arbeitet, um nicht immer wieder darüber zu grübeln, daß seine Ehe längst keine mehr ist, daß er zuwenig Mut hat, sein gewohntes Leben zu verändern. Der gefrustete Angestellte verbringt täglich Stunden beim joggen, beim Body Building oder wo auch immer, um nur keinen Gedanken an sein langweiliges Leben aufkommen zu lassen. Und die schüchterne Studentin hat sich ganz der Meditation verschrieben, weil sie viel zuwenig Mut und Sicherheit hat, um das Leben zu genießen.

Der Ingenieur, der Angestellte und die Studentin betäuben sich mit der Droge des Tuns. Sie flüchten in eine Beschäftigung. Nicht weil sie ein sinnvoller Bestandteil des Lebens ist und sie weiterbringt. Nein, sie tun irgend etwas, um gar nicht erst mit ihrer roten Linie konfrontiert zu werden. Sie verleugnen schlicht jedes Wachstum.

Für welche der drei Verpisser-Routen Sie sich entscheiden, Sie tun es, um etwas anderes nicht zu tun. Irgendwie versuchen Sie, Streß und Frust abzubauen. Aber jeder Versuch bringt nur kurzfristige Erleichterung, denn die rote Linie liegt immer noch vor Ihnen.

Wer sich nicht in Gefahr begibt, kommt dennoch um

Zweifel, Ängste und Sorgen sind Energieformen, die Signale setzen, um über unsere angeborenen Fähigkeiten hinauszuwachsen. Das Überwinden der Selbstzweifel führt in die Handlung. Nur vorher und nachher hat der Verstand die Kraft für Negativität, fühlt sich zu Gewohnheiten, dogmatischem Denken und eingefahrenem Verhalten hingezogen.

Wovor einer Angst hat, daran wird er sterben.

Aus Spanien

Es gibt einen Moment beim Überschreiten der roten Linie, der die paranoiden Hochrechnungen des Verstandes hervorzaubert, einen Moment der Unsicherheit, den jeder Artist am Trapez tausendfach erlebt hat. Mit einem Sprung verläßt er die Sicherheit, bleibt für Sekundenbruchteile ohne Halt, bis er die Hand seines Partners ergreifen kann, auf die er zufliegt. Nicht mehr gehalten von der Sicherheit der Gewohnheit und noch nicht in der Sicherheit des Neulands - der Gedanke an diesen Augenblick der Unsicherheit macht angst. Doch glauben Sie mir, im Moment des Loslassens, in der Handlung selber, ist der Verstand naturgemäß auf kraftvolles, funktionierendes Denken programmiert.

Leben Sie das Risiko, es schafft neue Erkenntnisse! Holen Sie sich das vorn Leben, was Sie eigentlich verdient haben! Und denken Sie daran: Im Kreis der Gewohnheiten findet mit Sicherheit vieles statt, aber kein Wachstum. Sicherheit gibt es nur in der Vergangenheit, in der Zukunft ist alles Risiko. Risiko gehört zum Leben wie der Punkt unters Fragezeichen. Und Menschen, die jedes Risiko scheuen, gehen das größte Risiko ein.

Wenn Sie einmal den Mut gefaßt haben, die rote Linie zu überschreiten, wird dieser Erfolg, dieses Glücksgefühl, jede neue Herausforderung leichter machen. Das soll aber nicht heißen, daß es Ihnen im Leben immer gelingen wird, die rote Linie zu überschreiten. In manchen Lebenssituationen werden Sie einfach zu viel Angst haben.

Respektieren Sie Ihre Feigheit, und stehen Sie zu Ihrer Mutlosigkeit! Aber lassen Sie sich niemals davon abhalten, es bei der nächsten Gelegenheit wieder zu versuchen.

Natürlich kann es Ihnen manchmal passieren, daß Sie mit aller Macht gegen die rote Linie laufen und wie von einem starken Gummiband zurückgezogen werden. Wer in seinem Leben stets nach vorne geht, nie anhält, steht immer auf einem Bein und kann schnell umgeworfen werden. Wenn Sie aber wirklich bereit sind, die rote Linie zu überschreiten, macht es vielleicht Sinn, sie eine Weile aus der Entfernung zu betrachten und die Handlung neu zu überdenken. Und dann holen Sie tief Luft und brechen mit ganzer Kraft aus dem Kreis der Gewohnheiten aus. Holen Sie sich das, was Sie für ein erfülltes Leben brauchen. Je häufiger Sie es schaffen, über die rote Linie zu gehen, um so intensiver leben Sie, um so mehr können Sie Ihren Erfolg ausbauen. Wer auf dem Status quo aufbaut, hat schon verloren.

30 Zentimeter

Egal was Sie tun wollen, um im Leben weiterzukommen und zu wachsen, es gibt nur eins: Tun Sie es! Man muß ein Ende machen, will man anfangen. Jedes Weiterkommen beginnt mit einem kleinen Schritt. Das Geheimnis des Erfolges liegt vielleicht nur in dem kleinen Unterschied von 30 Zentimetern! Als es darauf ankam, ist er von seinem Stuhl aufgestanden und hat zugepackt. Er hat sich im richtigen Moment um ganze 30 Zentimeter bewegt und hat das gemacht, wozu manch anderem der Mut fehlte. Er hat sich für eine Sache engagiert und war bereit, ein Risiko zu tragen.

Wer aufgehört hat, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

Hartmut Eklöh

Als der Chef das Schreibbüro betrat und die Damen fragte, welche denn die Urlaubsvertretung seiner Sekretärin übernehmen wolle, stand eine auf. Vier Wochen lang Überstunden statt Schreibbüro-Bequemlichkeit. Sie ging das Risiko ein, den Anforderungen des Chefs nicht gewachsen zu sein. Heute ist sie seine Sekretärin, weil die Vorgängerin pensioniert wurde. Wer sich nicht beweist, kann seine Fesseln nicht lösen.

Als er sich eine Fernsehsendung ansah, in der Menschen und ihre Erfolge vorgestellt wurden, fragte er sich: Warum eigentlich nicht? Er stand auf und schrieb seine Kündigung.

Am nächsten Tag gab er einem Makler den Auftrag, seine Eigentumswohnung zu verkaufen und eine möglichst kleine Mietwohnung für ihn zu finden. Nach fünf Jahren als freier Grafiker hat er jetzt einen festen Kundenstamm, der ihm einen sehr guten Lebensunterhalt sichert.

Wie oft lassen Sie Chancen verstreichen, stehen erst gar nicht auf oder setzen sich schnell wieder hin, weil der Mut Sie verläßt? Das Erreichte ist Gewohnheit und damit rückständig. Fordern Sie sich in Ihren Lebensvisionen! Die rote Linie als Grenze gilt es zu überschreiten. Das Aufstehen von einem Stuhl, der Griff zum Telefon oder das Schreiben eines Briefes sind Bausteine für die angestrebte Veränderung und für den Erfolg. Fassen Sie den Mut, die 30 Zentimeter zu überwinden.

Es gibt eine Menge Menschen, die Ihnen ähnlich sind: Sie haben die gleichen Fähigkeiten, die gleiche Schul- und Berufsausbildung, das gleiche Alter. Einige von ihnen sind da angelangt, wo Sie meinen, niemals anzukommen. Und doch gibt es zwischen Ihnen nur den kleinen Unterschied von 30 Zentimetern. Versuchen Sie’s mal: Wenn Sie Ihren Allerwertesten ungefähr 30 Zentimeter erheben, bleiben Ihnen zwei Möglichkeiten: Sich entweder wieder hinzusetzen oder einfach aufzustehen und zu handeln.

Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis; vielleicht ist keines da.

Franz Kafka

Je länger Sie warten, über die roten Linien Ihres Lebens zu gehen, um so einschränkender werden Ihre Vorstellungen darüber, was alles schiefgehen könnte. Sicherheitswahn lähmt die Lebensgeister, halluzinierte Gefahr limitiert. Verlassen Sie den Sicherheitswahn der inneren roten Linie. Im Kreis der Gewohnheiten findet kein Wachstum statt, Lernen gibt es nur außerhalb.

Die roten Linien sind - ob wir das wahrhaben wollen oder nicht - die eigentlichen Wegweiser im Leben. Sie sind es, die Ihnen das auf Ihre Visionen und Ziele ausgerichtete Handeln aufzeigen. Das überschreiten einer roten Linie ist eine Belohnung, die das Leben für Sie bereithält. Es geht um den Schritt von der Ohnmacht zur Macht. Nur so können Sie wachsen und besser werden. Es ist die einzige Möglichkeit, um den eigenen Erfahrungsbereich auszudehnen. Damit sind keine sinnlosen Mutproben gemeint. Es geht hier nicht darum, etwas zu tun, was keinen Sinn hat für Ihre persönliche Zielsetzung, für Ihre individuelle Lebensvision. Nackter Ehrgeiz ist immer schädlich. Tun Sie es, weil es Sie weiterbringt, weil es eine Möglichkeit bietet für inneres Wachstum. Erweitern Sie Ihren Erfahrungsbereich, dehnen Sie Ihren Erfolg aus - überschreiten Sie eine rote Linie nach der anderen! Experimentieren Sie mit Ihrem Mut, und haben Sie keine Angst vor der Angst! In der Aktion gibt es keine Angst. Tun Sie etwas, gehen Sie aus sich heraus! Der Weg ist immer da, wo die Herausforderung ist.

Wenn Sie vor der roten Linie stehen, gibt es nur eine Chance: Handeln! Überwinden Sie Ihre Selbstzweifel, bevor die Spannung in Streß, der Streß in Furcht, die Furcht in Angst umschlägt. Handeln Sie, bevor Rechtfertigung, Schuldzuweisung und Vermeidung zum Inhalt Ihres Lebens werden. Alle für Sie wichtigen Wege, die Sie noch nicht gegangen sind, sind Eintrittskarten für Personal Power, für Kraft und Glücklichsein.

image

image

image

2 Das Pendel des Lebens

Das Mittelmaß verhindert den Genuß

Schicksal und sich schicken scheinen mir nicht ohne Bedeutung nahe verwandt. Wie wir uns schicken, so ist unser Schicksal.

Novalis