Barbara Forster

Rezepte für den tollsten Job der Welt

Wie Arbeit Spaß macht und Erfolg gelingt

Vollständige E-Book-Ausgabe der bei
J. Kamphausen Verlag & Distribution GmbH
erschienenen Print-Ausgabe.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen und
sonstige Kommunikationsmittel, fotomechanische oder vertonte
Wiedergabe sowie des auszugsweisen Nachdrucks vorbehalten.

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Gewidmet
all den Menschen,
die dem Ruf ihres Herzens
nach einem erfüllten
und allseits bereichernden Leben
folgen möchten!

Inhalt

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Wenn du liebst, was du tust,
wirst du nie in deinem Leben arbeiten!
Lao Tse

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Kurz vorweg

Als ich im Jahr 2004 mit der Recherche zu diesem Buch begann, sah der Arbeitsmarkt noch völlig anders aus als heute. Zwar wurde auch damals eine hohe Arbeitslosigkeit beklagt und der jahrzehntelang vorbildhafte Wirtschaftsstandort Deutschland wackelte schon stark in seinen Grundfesten. Doch wer einen festen Posten in einem Großkonzern bzw. einer der angeblich stabilen Branchen wie z. B. dem Finanz- oder Immobilienmarkt, in der Automobiloder IT-Branche innehatte, glaubte sich auf der sicheren Seite. Als uns dann im Herbst 2008 weltweit der große Finanzcrash ereilte, überschlugen sich Ereignisse, die noch ein paar Wochen zuvor kaum jemand für möglich gehalten hätte.

Weltweite Vorzeigefirmen aus unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen bangten mit einem Mal um ihre Existenz, traditionell gewinnversprechende Unternehmen kämpften plötzlich mit tiefroten Zahlen und sahen sich veranlasst, den Staat um finanzielle Unterstützung zu bitten. Die alten Werte und Sicherheiten lösten sich fast über Nacht in Luft auf. Täglich sorgten neue, unglaubliche Meldungen über skrupellose Finanz- und Wirtschaftspraktiken für öffentliche Empörung, und die gravierenden wirtschaftlichen Einbußen lösten bei vielen Menschen Zukunftsängste in bisher nicht gekannten Dimensionen aus.

Zum Glück gab es auch in dieser Situation kreative, optimistische und tatkräftige Privatpersonen und Firmen, die sogleich die Chance in der Krise erkannten, ohne sich dabei an den Verlusten anderer bereichern zu wollen. Obwohl Jammern eine beliebte, typisch deutsche Beschäftigung zu sein scheint, wurde bei einigen angesichts des Ernstes der Lage das passive Klagen schnell durch konstruktives Umdenken und beherztes Handeln ersetzt. Wenn es schon nichts mehr zu verlieren gibt – dann ist vielleicht die Zeit dafür gekommen, etwas Neues zu wagen! Wenn mein angeblich so sicherer Job auf Lebenszeit von heute auf morgen wegbrechen kann, wenn die mit dem Risiko eines Herzinfarktes anvisierten Unternehmensziele in weite Ferne rücken, wenn die Knochenarbeit anstrengender Dienstleistungen mit immer weniger Lohn entgolten wird – spätestens dann darf man es als Aufforderung, wenn nicht sogar als Glücksfall betrachten, sich endlich mit bisher noch nie bedachten oder beharrlich verdrängten Alternativen zu befassen.

Mein bis zum Einsetzen der Finanzkrise zusammengetragenes Buchmaterial hatte ich bis dato „nur“ im Rahmen von Workshops und Beratungen verwendet. Doch je mehr ich in Zeitungen und Zeitschriften darüber las, wie viele Menschen über eine berufliche Neuorientierung nachdachten, umso mehr drängte meine ursprüngliche Buchidee auf Verwirklichung. Die Idee dazu hatte mich 2004 im wahrsten Sinne des Wortes im Traum erreicht. Ich träumte von einer ehemaligen, mir nur weitläufig bekannten Kollegin, die mit mir viele Jahre zuvor in einer Modeboutique als Verkäuferin gearbeitet hatte. Sie öffnete mir im Traum die Wohnungstür und begrüßte mich in einem bunt schillernden Schmetterlingskostüm. Auf meine erstaunte Frage, was dieser Aufzug bedeuten solle, erklärte sie mir, dass sie seit einiger Zeit den tollsten Job hätte, den man sich vorstellen könne. Durch private Showeinlagen als Partyschmetterling hätte sie jetzt einen stattlichen Nebenverdienst. Sie schilderte mir ihren ausgefallenen Nebenerwerb in allen Einzelheiten und ich merkte, dass sie einen Riesenspaß daran hatte. Der Traum war so real, dass ich mitten in der Nacht aufwachte, mich kerzengerade aufsetzte, glasklar an jedes Wort erinnerte und mich fragte, was mir das bitte schön sagen sollte. Da ich nicht in Erwägung zog, mir selbst ein Glitzerkleid zu schneidern, um darin als lustiges Party-Highlight herumzuhüpfen, musste es wohl andere Gründe geben.

Nach dieser „Traum“-Nacht wachte ich am Morgen mit einer ungewöhnlichen Klarheit und Fröhlichkeit auf. Ich war rundherum positiv gestimmt und hatte den seltsamen Impuls, alle Leute zu ermuntern, endlich auf ihren Platz zu gehen. Während dieses ungefähr zwei Tage andauernden „Höhenfluges“ wurde mir klar, was der Traum für eine Botschaft hatte. In mir entstand die Idee, anhand eines Buches möglichst vielen Menschen Motivation, Mut und handfeste Tipps zu geben, um für sich den rundum passenden Platz im Berufsleben zu finden bzw. diesen Arbeitsplatz selbst zu kreieren.

Vier Jahre später, nachdem ich inzwischen ein anderes Buch beendet hatte und das Manuskript immer noch halbfertig in meiner Schublade lag, hatten sich die Umstände am Arbeitsmarkt extrem zugespitzt. Inzwischen gab es mehr Menschen denn je, die solch eine Unterstützung dringend brauchen konnten.

Es schien an der Zeit, meine Buchidee schnellstmöglich in die Tat umzusetzen. Zum Glück teilte auch mein Wunschverlag diese Meinung, so dass meine Job-Ideen heute tatsächlich fachmännisch gebunden vor Ihnen liegen! Und ich freue mich sehr, wenn mein Traum Ihnen dabei behilflich sein kann, Ihre eigenen Träume zu verwirklichen. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass auch Sie dann auf die Frage „Na, und wie geht’s bei dir mit der Arbeit?“ mit einem begeisterten „Danke, mir geht’s bestens. Ich hab den tollsten Job der Welt!“ antworten können.

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Aufbruch
in neue
Arbeitswelten

Ob Bankangestellter, Friseurin, Universitätsprofessor, Lehrerin, Taxifahrer oder Ärztin – die meisten von uns, die einer regelmäßigen Aufgabe oder Arbeit nachgehen, verbringen mit dieser Tätigkeit zwangsläufig einen Großteil ihrer Lebenszeit. Wie erfüllt wir unser Leben empfinden, hängt also maßgeblich von unserer beruflichen Tätigkeit ab.

Trotz dieses so offensichtlichen Zusammenhangs geht laut diverser Umfragen eine ständig wachsende Anzahl von Arbeitnehmern immer lustloser ihrer Erwerbstätigkeit nach. Mehr als 70 Prozent spulen an ihrem Arbeitsplatz ein Pflichtprogramm ab, das in keiner Weise den persönlichen Neigungen und Begabungen entspricht. Viele fühlen sich in dieser Situation gefangen und sehen keine Möglichkeiten der Veränderung. Es ist nicht verwunderlich, wenn durch zunehmende Personaleinsparungen, immer knappere Arbeitsplätze und einen ständig schärferen Wettbewerb die Suche nach beruflicher Erfüllung wie pures Luxusdenken, ja geradezu anmaßend erscheint. Das Sprichwort „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ passt sehr gut und nur zu verständlich auf diese Situation.

So zwingen sich viele weiterhin tagein, tagaus zu etwas, was sie im Grunde ihres Herzens nicht wirklich gern tun. Zu allem Übel sehen sich viele auch noch genötigt, eifrig vorzugeben, wie viel Spaß ihnen ihr Job macht, wie hoch motiviert sie sind, wie leicht es ihnen fällt, die Belange der Arbeit vor alle anderen Interessen zu stellen, wie mühelos sie verschlechterte Arbeitsbedingungen und Lohnkürzungen wegstecken usw. Und meistens geschieht dies genau aus der Befürchtung heraus, diesen ungeliebten Job nur ja nicht zu verlieren – ein Teufelskreis. Aber ehe man sich versieht, können hier kostbare, unwiederbringliche Jahre vergehen, in denen ein Großteil der Lebenszeit aus Unzufriedenheit, Selbstverleugnung, Fremdbestimmung und Angst besteht.

Es ist schon erstaunlich, wie selten wir uns ausgiebige Überlegungen darüber gestatten, wie und womit wir häufig mehr als die Hälfte unserer Wachzeit verbringen. Es erscheint uns äußerst wichtig, welche Kleidung wir tragen, welchen Wagen wir fahren, welchen Arzt wir aufsuchen, in welche Lokale wir ausgehen oder wo wir den Urlaub verbringen. Den meisten von uns würde es niemals einfallen, eine Wohnung oder ein Haus nach rein praktischen Gesichtspunkten auszusuchen. Jedem ist klar, wie wichtig es ist, sich daheim entspannen, erholen und neue Energie tanken zu können. Genauso klar sollte es aber auch jedem sein, dass die vielen Stunden unserer täglichen Arbeit nicht nur dem reinen Broterwerb dienen dürfen, sondern uns vor allem Freude bereiten sowie ein Ausdruck unserer ganz besonderen Fähigkeiten und unserer individuellen Persönlichkeit sein sollten. Natürlich heißt dies nicht, dass es am Arbeitsplatz nicht ab und zu auch unangenehm sein darf und wir an unsere Grenzen kommen. Wie überall im Leben sind es auch hier oftmals gerade die Herausforderungen und Schwierigkeiten, die uns stärken und wachsen lassen.

Dieses Wachstum kann jedoch auch in einer rundum positiven und trotzdem sehr anspruchsvollen Atmosphäre stattfinden. Es geht immer um die Gewichtung und Ihren ganz persönlichen Anspruch, in welcher Grundstimmung Sie rund die Hälfte Ihrer wachen Lebenszeit verbringen möchten. Angespannt, unzufrieden, überfordert, eingeschränkt, sinnlos? Oder erfüllt, zufrieden, herausgefordert, begeistert und inspirierend?

Doch was ist es, das Sie persönlich erfüllt, herausfordert, zufrieden stellt, begeistert und Sie und andere inspiriert? Es gibt sehr gute Lektüre, die Ihnen dabei helfen kann, Ihre individuellen Fähigkeiten und Vorlieben herauszufiltern. Gehen Sie unvoreingenommen durch Ihre Lieblingsbuchhandlung oder Ihren virtuellen Buchladen und beschäftigen Sie sich mit den Büchern, deren Titel und Inhaltsangaben Sie besonders ansprechen. Sie werden in der Regel genau von den Büchern angezogen, die eine Botschaft für Sie haben und die Ihnen im Moment am besten weiterhelfen.

Dem Aufspüren der persönlichen Berufung werde ich mich hier nur am Rande widmen. Bei meinem Ansatz gehe ich generell davon aus, dass die meisten Leser bereits die eine oder andere Tätigkeit benennen können, die ihnen besonders liegt oder die sie schon immer mal ausprobieren wollten. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich und bisher halten Sie eher äußere Umstände bzw. die Frage nach dem „Wie?“ noch davon ab, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Vielleicht haben Sie sich schlicht und einfach noch nicht getraut, Ihre besonderen Ambitionen auszuleben. Vielleicht glauben Sie, die Bezahlung für Ihre Wunschbeschäftigung wäre nicht lukrativ genug, und Sie waren aus diesem Grund bisher nicht dazu bereit, Ihre Zeit dafür einzusetzen. Vielleicht denken Sie, Sie weisen nicht genügend Qualifikationen vor. Vielleicht befürchten Sie, Sie wären zu jung, zu alt, zu arm, zu groß, zu klein, zu unbegabt, zu ängstlich, zu ungeschickt …

Egal, ob Sie immer davon geträumt haben, mal ein Hotel zu führen, künstlerisch tätig zu sein, mit Tieren zu arbeiten oder als Innenarchitekt Ihr Geld zu verdienen – niemand wird Ihnen sagen können, ob Sie nach Verwirklichung dieses Wunsches wirklich zufriedener und glücklicher wären als Sie es jetzt sind. Aber unerfüllte Sehnsüchte haben die fatale Tendenz, eine Eigendynamik zu entwickeln, und werden immer verlockender und schillernder, je mehr sie in unerreichbare Ferne entrücken. Und sicherlich wollen Sie sich den Rest Ihrer Tage nicht mit einem nagenden „Was-wäre-wenn-Gefühl“ abfinden! Dabei möchte ich noch etwas anmerken: Egal, wie jung oder alt jeder Leser ist, der dieses Buch gerade in den Händen hält – grundsätzlich ist jeder so alt, wie er sich fühlt. Wenn Sie also genügend Willen und Elan dazu aufbringen, können Sie noch hoch betagt in Ihrem Leben Chancen erkennen, diese wahrnehmen und etwas völlig Neues ausprobieren. Doch falls Sie derzeit noch ein bisschen jünger sind – möchten Sie wirklich so lange warten?

Mit meinem Buch möchte ich Sie ermuntern, nicht in ergebnislosen Tagträumereien stecken zu bleiben, sondern sofort mit dem Realisieren zu beginnen. Erlauben Sie Ihren Träumen und versteckten Wesensanteilen, endlich lebendig zu werden. Halten Sie Ihre Vision, lassen Sie sie wie ein Leuchtfeuer immer wieder vor Ihrem geistigen Auge aufflackern. Und gehen Sie ohne Zögern die ersten kleinen Schritte, ganz ohne ein großes persönliches oder finanzielles Risiko. Der weitere Weg, die nächsten Etappenziele oder neue Richtungen werden sich unter Ihrem beherzten Voranschreiten ganz von selbst erschließen.

Ich habe dieses Buch geschrieben, um darin einen Teil meiner Lebensphilosophien und kreativen Ideen, viel Optimismus, vielfältigste Berufserfahrungen sowie meine über Jahrzehnte erworbenen Marketingkenntnisse weiterzugeben. Durch diverse Lebenslagen war ich dazu gezwungen, mir durch berufliche Nebentätigkeiten immer wieder auf neue Arten Geld zu verdienen. Im Laufe der Jahre „tourte“ ich so durch viele Branchen und konnte in die vielfältigsten Arbeitsbereiche hineinschnuppern. Dabei war ich selbst oft erstaunt, welche Bandbreite von Möglichkeiten es für sogenannte Quereinsteiger bzw. Autodidakten gibt. Irgendwann kümmerte ich mich nicht mehr um die Frage, ob ich für diesen oder jenen Bereich denn auch wirklich alle notwendigen Voraussetzungen besäße. Der Job kam zu mir, die Tätigkeiten erschlossen sich wie von selbst und so sah ich mich aufgefordert, mir jede neue Herausforderung zuzutrauen und mutig ins kalte Wasser zu springen. Dieses Selbstverständnis machte sich mit der Zeit sehr bezahlt. Sobald ich mir eine neue Aufgabe ohne Wenn und Aber zutraute, lösten sich auch bei meinen Auftraggebern alle eventuellen Zweifel. Die damit einhergehende professionelle Ausstrahlung wirkte sich sehr positiv auf die Höhe der Bezahlung aus.

Es ist individuell sehr verschieden, wie Sie die von mir geschilderten und großteils selbst erprobten Tätigkeiten ausführen: freiberuflich, als Minijob, als Tauschgeschäft von Dienstleistungen, als angemeldeter Nebenerwerb oder als Hauptberuf, vielleicht auch nur ehrenamtlich oder integriert in die bisherige Tätigkeit, als Studentenjob oder Zusatzverdienst zur Rente usw. – alle Varianten sind denkbar. Meine detaillierten „Rezepte“ zur Umsetzung der einzelnen Job-Ideen sind so gestaltet, dass sie es Ihnen ermöglichen, Ihre individuellen Dienste auch parallel zu oder sogar im Rahmen Ihrer jetzigen Arbeit anzubieten. Was für Sie persönlich am sinnvollsten ist, können nur Sie selbst entscheiden. Hierbei ist es angebracht, sich Rat von Personen zu holen, die sich in arbeits- oder steuerrechtlichen Fragen sowie in Versicherungsdingen bestens auskennen. Ich bitte daher um Verständnis, wenn ich zu diesen Bereichen grundsätzlich keine detaillierten Hinweise gebe und dieses Feld den Fachleuten überlasse.

Wenn erst Erfahrungen gemacht sind und sich die Erfolge einstellen, können Sie in Ruhe überdenken, ob und wie Sie Ihr neues Tätigkeitsfeld ausweiten möchten. Sie können also ganz beruhigt sein: Zum Realisieren und Ausprobieren der Job-Ideen ist weder ein Riesenkredit noch ein langjähriges Studium erforderlich. Es ist nicht notwendig, die Familie zu verlassen oder ins Ausland auszuwandern. Sie brauchen nicht zu befürchten, Ihre jetzige Arbeit unmittelbar hinschmeißen und unüberschaubare Risiken eingehen zu müssen. Sie dürfen wirklich ganz entspannt bleiben. Sie haben bei jedem Job-Rezept die Möglichkeit, ohne Druck und Stress und Schritt für Schritt mit der Umsetzung zu beginnen!

Die Beispiele in diesem Buch sind exemplarisch, aber die Marketingideen und -vorlagen lassen sich mit geringfügigen Änderungen auf viele weitere Branchen übertragen bzw. untereinander austauschen. Das Firmenanschreiben aus dem Kapitel „Showgirl und Pantomime“ können Sie mit entsprechender Abwandlung genauso gut auf den Bereich „Basteltante und Pinselheini“ übertragen. Und der Pressetext aus dem Kapitel „Kindernärrin und Seelentröster“ gibt Ihnen viele Anregungen, die Sie auf andere Branchen adaptieren können. Grundsätzlich handelt es sich hier um Ideen, die in jeder Region und jeder Stadt gefragt sind und sich so gut wie überall umsetzen lassen. Auch wenn ich keine ergänzenden Kostenkalkulationen ausgearbeitet habe, werden Sie auf den ersten Blick erkennen, dass die Ausgaben in der Regel sehr gering sind und Sie nicht in unüberschaubare Anfangsinvestitionen stürzen. Sollten Sie dieses Geld im ungünstigsten Fall als „Lehrgeld“ abschreiben müssen, hätte sich der relativ geringe finanzielle Einsatz als Gegenwert zu den unbezahlbaren Erfahrungen trotzdem gelohnt. Jeder Aufbruch bringt Ihnen neue Erfahrungswelten, führt Sie in bisher noch unbekannte Lebensbereiche und mit jedem Beschreiten eines neuen Weges kommen Sie sich selbst ein Stückchen näher.

Mit der Zeit werden Ihre Bedenken, das Zurückschrecken vor Veränderungen und neuen Herausforderungen immer kleiner und Ihr Mut und der Spaß am Leben immer größer. Sie lernen Risiken besser abzuschätzen und entwickeln einen untrüglichen Instinkt dafür, wohin Sie Ihr inneres Rufen führen möchte und wie Sie Ihren eigenen Weg finden.

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Der 9-Sterne-
Wegweiser

Aus meinen abwechslungsreichen beruflichen Erfahrungen habe ich viel gelernt. Natürlich habe ich auch oft gehadert und der Wert der Erfahrungen hat sich mir manchmal erst viele Jahre später erschlossen. Im Laufe der Zeit hat sich aus diesen Erkenntnissen jedoch eine Art Richtlinie entwickelt, deren Beachtung es mir immer leichter machte, eine Entscheidung für oder gegen eine Tätigkeit zu treffen. Ich versuche, meine Aufgaben so anzunehmen, wie sie an mich herangetragen werden, und dabei nach Möglichkeit mein Bestes zu geben. Dabei gestehe ich mir auch zu, dass meine „Bestform“ nicht jeden Tag gleich aussieht. Ich habe gelernt, mich und meine Arbeit mehr wertzuschätzen und trotzdem nicht zu sehr nach dem Verdienst zu schielen, sondern einfach zu tun, was gerade von mir getan werden soll. Dadurch wurde ich manchmal von Belohnungen überrascht, von denen ich nicht zu träumen gewagt hätte – und die oftmals weit über den rein finanziellen Aspekt hinausgingen. So entstand nach und nach mein „9-Sterne-Wegweiser“, in dem ich die aus meiner Sicht wichtigsten Voraussetzungen für das Erreichen beruflicher Zufriedenheit und Erfüllung zusammengefasst habe.

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9-Sterne-Wegweiser zur beruflichen Erfüllung

• Finden Sie heraus, was Ihren persönlichen Neigungen und Talenten entspricht.

• Folgen Sie Ihrem Herzen und hören Sie auf Ihre Intuition.

• Erspüren Sie, ob Ihnen diese Tätigkeit innere Freude und Erfüllung verschafft.

• Denken Sie nach, wie Sie damit auch Ihre Mitmenschen unterstützen können.

• Schließen Sie alles aus, was Ihnen oder Ihren Mitmenschen schaden kann.

• Skizzieren Sie einen groben Plan und beginnen Sie gleich mit kleinen Schritten.

• Vertrauen Sie darauf, dass sich im Voranschreiten vieles von selbst erschließt.

• Fokussieren Sie immer wieder Ihre Vision und bleiben Sie stets zuversichtlich.

• Erkennen Sie den ideellen sowie den materiellen Wert Ihrer Arbeit an.

Mit diesem Wegweiser möchte ich Sie nun auf eine Reise ins Wunderland der unbegrenzten beruflichen Möglichkeiten schicken. Weiterhin viel Freude und Inspiration beim Lesen!

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Schluss mit den
Tagträumen

So kann’s gehen … 8 Jahre: „Wenn ich groß bin, werde ich Schriftstellerin.“ 14 Jahre: „Meine Aufsätze sind toll, es macht riesig Spaß, zu schreiben, und in Deutsch krieg’ ich immer Supernoten. Nach der Schule werd ich erstmal eine Ausbildung machen und danach schreibe ich ein Buch!“ 20 Jahre: „Hoffentlich werde ich nach der Lehre übernommen. Habe zwar nicht allzu viel Lust darauf, aber dafür wenigstens einen Job. Und in meiner Freizeit lenk ich mich ab und mach richtig Party.“ 30 Jahre: „Jetzt bin ich verheiratet und bald kommt unser erstes Kind. Dann werde ich endlich Zeit und Muße zum Schreiben haben.“ 31 Jahre: „Wenn der Kleine etwas größer ist und mir abends nicht immer gleich die Augen zufallen, fange ich bestimmt mit meinem Buch an.“ 36 Jahre: „So, jetzt sind meine beiden im Kindergarten. Jetzt hätte ich vormittags ein bisschen Ruhe zum Schreiben. Aber eigentlich sollte ich mir eine Arbeit suchen, wir haben das Geld dringend nötig.“ 40 Jahre: „Kinder, Haushalt, Job und Mann. Im Prinzip klappt ja alles wunderbar, aber irgendwie wollte ich doch noch was ganz anderes.“ 46 Jahre: „Hätte nie gedacht, dass Kinder in der Pubertät so anstrengend sind. Und in unserer Ehe kriselt es grad gewaltig. Wenn ich jetzt auch noch sage, dass ich mehr Zeit für mich brauche, weil ich Schreiben möchte …“ 51 Jahre: „Wie schön, dass die Kinder schon so groß sind und wir endlich wieder mehr zusammen unternehmen. Gestern Abend waren wir bei einer Lesung. Einfach toll, wie der Mann schreibt! Ob ich das auch so könnte?“ 55 Jahre: „Schreibworkshop oder Wellnessfarm? Ich hab mich für Wellness entschieden, sollte sowieso regelmäßiger was für mein Aussehen tun.“ 60 Jahre: „Jetzt hat schon wieder so eine Schauspielerin ihre Memoiren veröffentlicht. Na ja, mein Leben ist eh’ nicht so interessant, dass jemand ein Buch darüber lesen würde.“ 65 Jahre: „Habe gestern meiner Enkeltochter beim Aufsatz geholfen. Ach ja, da kamen alte Träume hoch.“ 70 Jahre: „In meinem Alter noch ein Buch schreiben? Nein, nein, nichts für mich. Ich bin zufrieden, dass ich mit meiner Brille überhaupt noch eines lesen kann.“ 75 Jahre: „Wer erinnert sich eigentlich an alles, wenn ich nicht mehr da bin? Ich hatte so viele Ideen. Und die ganzen Geschichten, die mir immer im Kopf herumschwirrten …“ 80 Jahre: „Ja, ja, früher … Früher, da wollte ich auch mal ein Buch schreiben …“

Puhh … traurig, aber leider wahr. Egal, welche Träume Sie mit sich herumtragen und welche Wünsche in schöner Regelmäßigkeit immer wieder bei Ihnen anklopfen – hören Sie bitte ab sofort damit auf, diese Bilder zu verdrängen! Vielleicht argumentieren Sie nun, Sie hätten sich doch schon zigmal damit befasst, wie Sie Ihre Ideen realisieren könnten, aber es geht halt einfach nicht. Da gibt es immer wieder Hindernisse, die sich Ihnen in den Weg stellen, oder sachliche Gründe, die Sie nicht einfach ignorieren können. Nun, wenn es wirklich so ist, dass Ihre Ideen völlig unrealistisch sind, warum melden sie sich dann immer wieder bei Ihnen? Weil Ihre Träume gelebt werden wollen und Sie ein Recht auf die Verwirklichung haben! Und vielleicht ist ja genau jetzt der Zeitpunkt dafür gekommen. Ob dies so ist, können Sie auch daran feststellen, dass in dem Moment, in dem Sie die klare Entscheidung für Ihre Wünsche treffen, sich plötzlich Türen auftun und sich Ihnen ungeahnte Möglichkeiten bieten.

Viele erfolgreiche Biographien zeigen, dass nicht immer der ganz große Sprung gewagt werden muss, um das Ziel zu erreichen. Den meisten Menschen fehlt nun mal im ersten Anlauf der Mut zu den wirklich großen Veränderungen. Doch genügend Mut für einen ersten kleinen Schritt kann fast jeder aufbringen. Die Menge und Vielfalt an Gelegenheiten, die uns das Leben bietet, um erste Schritte in Richtung unserer Sehnsüchte zu gehen, ist unerschöpflich. Es liegt nur an uns, ob wir diese Gelegenheiten auch erkennen und wahrnehmen wollen. Doch haben leider viele Menschen eine zu eingeschränkte Vorstellung davon, wie und auf welchem Weg sie ihr Ziel erreichen möchten. So lassen sie kostbare Chancen unerkannt und ungenutzt verstreichen.

Das ist wie bei einem Kofferband am Flughafen. Stellen Sie sich vor, Sie sollen hier Ihr Gepäck abholen, das vom Universum für Sie aufgegeben wurde. Ohne genau zu wissen, wie dieses Gepäck aussieht, haben Sie sich vielleicht darauf versteift, dass hier gefälligst ein großer, knallroter Hartschalenkoffer auf Sie zu warten hat. Also bleiben Sie stundenlang am Band stehen, ohne ein Gepäckstück zu entdecken, das Ihren Vorstellungen entspricht. Währenddessen fahren schwarze, gelbe, blaue oder grüne Taschen, Koffer und Rucksäcke an Ihnen vorbei, die Sie jedoch keines Blickes würdigen. Dabei kann in jedem dieser Gepäckstücke die optimal für Sie passende Gelegenheit stecken. Aber nein, es muss ja ein roter Hartschalenkoffer sein! Das Leben ist geduldig, das Kofferband dreht sich weiter und weiter und bietet Ihnen immer wieder neue Varianten. Manchmal zögern Sie vielleicht, fühlen den Impuls, ein Gepäckstück vom Band zu nehmen, doch dann schrecken Sie wieder davor zurück. Was, wenn Sie jetzt das falsche Gepäck nehmen und jemand anders Ihren Hartschalenkoffer erwischt? Vor lauter Angst, Ihren knallroten Traum zu verpassen, kommt Ihnen gar nicht in den Sinn, dass das Wesentliche, was Sie dabei vor allem verpassen, das Leben selbst ist. So verstreichen eventuell kostbare Jahre langweilig vor einem Kofferband in Warteposition auf eine Fata Morgana, die nie erscheinen wird. Und wenn dann tatsächlich eines Tages doch noch so ein rotes Hartenschalending heranrollen sollte, stellen Sie vielleicht fest, dass es Ihnen inzwischen viel zu groß und schwer ist. Möglicherweise haben Sie jetzt gar nicht mehr die Kraft, das Ungetüm vom Band zu hieven, und denken sehnsüchtig an die leichte, hellblaue Sporttasche, die erst vor ein paar Tagen vorbeirollte und deren Inhalt garantiert für Sie bestimmt war. Also richten Sie ab sofort Ihr Augenmerk nur noch auf leichte, hellblaue Sporttaschen und das Spiel beginnt von vorn …

Nun möchte ich Ihnen ganz bestimmt nicht unterstellen, dass Sie so ein zögerlicher Zeitgenosse sind, der sich als Alibifunktion einen großen Traum zurechtgebastelt hat und dabei viele wunderbare Gelegenheiten verpasst. Nein, ganz bestimmt nicht! Ich glaube im Gegenteil, dass Sie bereits dabei sind, Augen und Ohren aufzusperren und jetzt alle Sinne öffnen für die Möglichkeiten, die Ihnen das Leben Tag für Tag bietet. Und sollten Sie das Gefühl haben, es gäbe noch ein paar unbekannte Hindernisse oder Hemmungen für Sie, die Sie innerlich zurückhalten, finden Sie in den nächsten Kapiteln ein paar Anregungen, um diese entlarven und überwinden zu können.

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Vom Traum
zur Wirklichkeit

Jeder, der seinen Beruf als Erfüllung erleben möchte und der bei seiner Tätigkeit seine wahren Talente, individuellen Fähigkeiten und Vorlieben einbringen will, ist selbst dafür verantwortlich, die ersten Schritte in die richtige Richtung zu gehen. Finden Sie heraus, was Sie von Herzen gern tun möchten, und lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Ihnen Ihre gegenwärtigen Lebensumstände meilenweit davon entfernt erscheinen. Egal, ob Sie sich derzeit mit der Kindererziehung beschäftigen, selbstständig, angestellt oder ohne feste Arbeit sind – treffen Sie jetzt die Entscheidung, Ihren Lebenstraum nicht resigniert zu begraben, sondern sich ab sofort den Optimismus, die Tatkraft und den klaren Blick für Ihre Möglichkeiten zu gestatten. Glauben Sie unbeirrt an Ihren Traum! So werden Sie kreative Ideen entwickeln, ungeahnte Lösungen finden und neue Erfahrungswelten entdecken. Stille Freude und ein innerer Frieden werden sich in Ihnen verankern, denn Sie kommen immer mehr bei sich selbst an. Ein größeres Geschenk können Sie sich und Ihren Mitmenschen kaum machen!